Johnstone: 90‘000 Christen in Persien

Zoom
Für Völker beten und bereit sein zu gehen: Patrick Johnstone, Autor von „Gebet für die Welt“.
Im persischen Volk leben heute 90‘000 Christen, vor 30 Jahren waren es vielleicht 100. Diese Schätzung gab der Missionsexperte Patrick Johnstone an der ESMA-Konferenz auf St. Chrischona bei Basel.

Der Autor des Bestsellers „Gebet für die Welt“ motivierte beim europäischen Missionskongress für Bibelschüler und Theologiestudenten, der vom 23. bis 25. November stattfand, zum Beten, Geben und Gehen. Die meisten Teilnehmer kamen von theologischen Ausbildungsstätten aus der Schweiz und Deutschland, einige waren aus Frankreich angereist.

Die Vorderseite sehen

Patrick Johnstone überraschte seine Zuhörer mit seinem Hobby: Er mache gerne Stickereien, räumte er ein. An einer Stickerei sehe die Rückseite oft chaotisch aus. Niemand könne erkennen, welch schönes Bild auf der Vorderseite entstehe. Er verglich das Stickerei-Bild mit dem Glauben: „Der Mensch schaut auf die falsche Seite. Er kann nicht erkennen, welch wundervolles Bild bei Gott entsteht.“ Im Gebet nehme der Christ Gottes Perspektive ein und erlebe Gott als Kraftquelle.

Beten, Geben, Gehen

Zoom
Europa noch christlich? – Bibelschüler und Theologiestudenten an der ESMA-Konferenz.
Das erste Zeichen einer zugrunde gehenden Gemeinde sei die Absage von Gebetstreffen, sagte Johnstone. Der Missionsdienst könne auch Gefahren in sich bergen. Der Referent versicherte jedoch seine Zuhörer, dass sie Gottes Kraft und seinen Beistand erfahren würden. Was Mission praktisch bedeutet, erlebten die Kongress-Teilnehmer in Basel. Sie fuhren in die nahe gelegene Metropole und sprachen mit Menschen über das Evangelium. Ein Teilnehmer berichtet: „Es waren so viele Menschen offen. Niemand hat uns abgewiesen. Wir spürten, wie gross die Sehnsucht der Menschen nach Gott ist.“

Wenig überzeugte und bekennende Christen in Europa

Monika Mench, Mitarbeiterin bei der Deutschen Missionsgemeinschaft (DMG), stellte in Frage, ob Europa noch ein christlicher Kontinent sei: Nur einer von 40 Europäern sei ein überzeugter Christ. „Mission beginnt vor unserer Haustür“, postulierte sie. Ein Weg, um der Individualisierung zu begegnen, sei Freundschaftsevangelisation im persönlichen Umfeld.

Quelle: Livenet / St. Chrischona
Bilder: Nathanael Müller

Datum: 03.12.2007

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Kuba
Kubas Kardinal Jaime Ortega hat bestätigt, dass die Regierung Castro etwa 2‘900 Häftlinge im Rahmen einer Generalamnestie anlässlich des...
Italien
Abtreibung verhindert - Unterhalt zugesagt: Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat der Pfarrer einer 4‘000-Seelen-Gemeinde am Rand der Toskana-Stadt...
Signal aus Kairo
Wenige Wochen vor den Wahlen hat das zerstrittene Ägypten eine bewegende Demonstration christlicher Einmütigkeit erlebt. In der bisher grössten...
Publizist spricht von «Revolution der Liebe» in der arabischen Welt
Auf dem Kongress «Christenverfolgung heute», der vom 23. Bis 26. Oktober 2011 in Schwäbisch Gmünd stattfand, berichteten mehrere Referenten...

Werbung

Kommentar

Kommentar: Rückbesinnung nötig: Christen und die Zinsen
Zinsen sind ein auffällig häufiges Thema in der Bibel. An keiner Stelle der Bibel wird dabei...

Werbung

VERANSTALTUNGEN

Konzerte in Basel, Wädenswil, Neuchâtel 15.-17.3
Das Seminar für Frauen, die sich nach frischem Wind in den Segeln ihres Lebens sehnen…
xplore passion: praxisnah – lebensverändernd – nachhaltig
Weekend vom 17. bis 19. Februar 2012 in der New International Church