Johnstone: 90‘000 Christen in Persien
Der Autor des Bestsellers „Gebet für die Welt“ motivierte beim europäischen Missionskongress für Bibelschüler und Theologiestudenten, der vom 23. bis 25. November stattfand, zum Beten, Geben und Gehen. Die meisten Teilnehmer kamen von theologischen Ausbildungsstätten aus der Schweiz und Deutschland, einige waren aus Frankreich angereist.
Die Vorderseite sehen
Patrick Johnstone überraschte seine Zuhörer mit seinem Hobby: Er mache gerne Stickereien, räumte er ein. An einer Stickerei sehe die Rückseite oft chaotisch aus. Niemand könne erkennen, welch schönes Bild auf der Vorderseite entstehe. Er verglich das Stickerei-Bild mit dem Glauben: „Der Mensch schaut auf die falsche Seite. Er kann nicht erkennen, welch wundervolles Bild bei Gott entsteht.“ Im Gebet nehme der Christ Gottes Perspektive ein und erlebe Gott als Kraftquelle.
Beten, Geben, Gehen
Das erste Zeichen einer zugrunde gehenden Gemeinde sei die Absage von Gebetstreffen, sagte Johnstone. Der Missionsdienst könne auch Gefahren in sich bergen. Der Referent versicherte jedoch seine Zuhörer, dass sie Gottes Kraft und seinen Beistand erfahren würden. Was Mission praktisch bedeutet, erlebten die Kongress-Teilnehmer in Basel. Sie fuhren in die nahe gelegene Metropole und sprachen mit Menschen über das Evangelium. Ein Teilnehmer berichtet: „Es waren so viele Menschen offen. Niemand hat uns abgewiesen. Wir spürten, wie gross die Sehnsucht der Menschen nach Gott ist.“Wenig überzeugte und bekennende Christen in Europa
Monika Mench, Mitarbeiterin bei der Deutschen Missionsgemeinschaft (DMG), stellte in Frage, ob Europa noch ein christlicher Kontinent sei: Nur einer von 40 Europäern sei ein überzeugter Christ. „Mission beginnt vor unserer Haustür“, postulierte sie. Ein Weg, um der Individualisierung zu begegnen, sei Freundschaftsevangelisation im persönlichen Umfeld.
Quelle: Livenet / St. Chrischona
Bilder: Nathanael Müller


