Glaube in Aktion

Christen waren bei Brandkatastrophe in London zuerst da

Behörden und Feuerwehr versagten beim Brand des Grenfell-Towers in London. Christliche Gruppen und Heilsarmee griffen aber spontan ein. Unterstützt wurden die lokalen Kirchen von einer Synagoge und einer Moschee.

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Brand im Grenfell Tower
Das Feuerdesaster um den Grenfell-Tower in London offenbarte die Schwächen der englischen Bürokratie, gefährliche Baumaterialien und ungenügende Feuerwehr-Ausrüstung. «Aber es gibt eine Gruppe von Notfallhelfern, die unerwarteten Beifall erhalten hat», schreibt das Online-Magazin «Unherd»: Es waren Freiwillige aus christlichen Gruppen, die spontan seelsorgerliche und praktische Hilfe leisteten. «Das ist eine aussergewöhnliche Leistung der Community – eine Geschichte von Hoffnung, Glauben und Aktion, die weitere Aufmerksamkeit verdient», schreibt das Magazin, laut einem Bericht des «Dienstagsmail» weiter.

Freiwillige aus verschiedenen christlichen Organisationen arbeiteten so gut wie nie zuvor zusammen und füllten grosse Lücken der staatlichen Organisationen aus. «Die geistlichen Leiter haben rasch und effizient geholfen, Brücken zu bauen und zu einem ruhigen Verhalten ermuntert, als nach dem Feuersturm Panik ausbrach», schreibt «Unherd».

Am schnellsten die Heilsarmee

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Heilsarmee vor Ort, um zu helfen
Mitglieder der Heilsarmee waren die ersten auf dem Katastrophen-Platz. Sie waren mit ihren roten Bussen schon eine Stunde nach Feuerausbruch vor Ort und boten den schockierten Bewohnern Tee, Sandwiches und Betreuung an. Pfarrer Sean Doherty war der erste Geistliche, der die Sirenen hörte, einen Kollegen weckte und zusammen mit ihm die lokale Kirche St. Clement für die rund 200 Obdachlosen öffnete und ihnen eine neue Unterkunft bot. Kurz danach war Graham Tomlin, Bischof von Kensington, beim Tower. Auch die Katholiken und Methodisten sowie die lokale Moschee und Synagoge öffneten ihre Türen und arbeiteten vorbildlich zusammen.

Kirchen liessen die Behörden alt aussehen

Zur gleichen Zeit waren die Behörden immer noch daran, offizielle «Relief Center» zu finden und einzurichten. In den Tagen nach dem Brand hatte Bischof Graham Tomlin eine wichtige Führungsrolle beim Bewältigen der Katastrophe. Er schuf eine Brücke zur Regierung von Theresa May und half beim Koordinieren der Hilfe, schreibt «The Guardian». Während dem 45-minütigen Besuch der Premierministerin im Quartier drohte eine Revolte auszubrechen, weil die behördliche Hilfe auf sich warten liess. Den Kirchen wurde ihrer jahrelangen Arbeit im Quartier viel mehr Vertrauen entgegenbracht, wie Bischof Graham Tomlin in einem eindrücklichen Artikel in «The Independent» hervorhob.

Zum Thema:
Der Not begegnen: Christliche Werke kämpfen gegen Afrikas Dürrekrise
Sechs Jahre nach Katastrophe: Japan: Christen sind die einzigen, die noch helfen
Haiti nach dem Hurrikan: Christliche Organisationen leisten Nothilfe

Datum: 23.08.2017
Autor: Markus Baumgartner
Quelle: Livenet / Dienstagsmail

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