Luther evangelisiert wieder

Playmobil-Figur inspiriert zu evangelistischen Kunstwerken

Sowohl in England als auch in Spanien wurden Christen durch die Luther-Playmobil-Figur zu Grösserem inspiriert: Daraus entstanden sind ein evangelistischer Stop-Motion-Film, der aus über 5'000 Fotos besteht, und ein Diorama der Reformation.

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Playmobil-Luther lehrt in Wittenberg
Als das Tourismusbüro Nürnberg und die Evangelisch-Lutherische Kirche Bayern sich entschlossen, eine Luther-Figur zu produzieren (Livenet berichtete), waren sie sich vermutlich nicht bewusst, wie hohe Wellen dies auch auf internationaler Ebene schlagen würde. Im April diesen Jahres wurde die 750'000-Marke bei den Verkäufen der Figur geknackt.

Zu einem Stop-Motion-Film hat es der 7,5-Zentimeter-hohe Luther nun bereits in England gebracht. «Wir wollten etwas erschaffen, das nicht nur die Geschichte von Luther und der Reformation erzählt, sondern auch die Gute Nachricht von Jesus weitergibt», erklärt Jonathan Carswell, CEO von «10ofthose». Der Initiator des Projekts hat bereits zuvor diverse evangelistische Videos produziert.

Über 14'000 Mal angeschaut

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Luther-Playmobil-Installation
Den vierminütigen Luther-Film machte er in Zusammenarbeit mit Dan Rackham, der für Drehbuch, Inszenierung der Fotos und das Fotografieren selbst zuständig war. Es sei «ein riesiger Ein-Mann-Job» gewesen. Über 5'000 Fotos machte er, um daraus den Film zu machen, der bereits in der ersten Woche in den sozialen Medien über 14'000 Mal angeschaut wurde.

«Wir brachten die Luther-Playmobil-Figur eigentlich aus Spass ins Sortiment, in der Hoffnung, dass dadurch die Reformations-Feiern an Gewicht gewinnen und somit letztlich die Reformation. Die Figuren sind eine lustige Möglichkeit, um die Geschichte Kindern nahe zu bringen – obwohl ich glaube, dass viele Pastoren sie in ihrem Büro haben», schmunzelt Carswell im Interview mit Evangelical Focus.

Reformations-Diorama evangelisiert in Spanien

Auch in Spanien ist der kleine Luther zur Inspiration geworden. Der evangelische Christ José Luis Fernández aus Asturias baute aus Playmobil-Figuren ein Diorama, das ebenfalls die Reformationsgschichte darstellt. Gemeinsam mit seiner Schwester malte er allerdings die meisten Gegenstände, die er für sein Schaubild brauchte. In diesem Schaubild kommen nun auch Calvin und Hus vor.

Seine Idee war, durch das Diorama die Reformationsgeschichte «sowohl Kindern als auch denen, die nicht mehr ganz so jung sind» nahezubringen. «Ich bekam die Idee, nachdem ich eine Playmobil-Ausstellung besuchte. Dort sah ich ein Diorama über das biblische Buch 2. Mose. Ich merkte, dass der Bibeltext zusammen mit diesen Figuren die meistgelesene Bibelpassage unserer Region in diesem Jahr sein könnte.» Auch sein Fokus ist somit rein evangelistisch. Insbesondere in Kirchen und Schulen stellt er sein Kunstwerk aus und hofft, dass es «Frucht trägt».

 

Zum Thema:
Playmobil-Luther: «Er ist ein schöner und sympathischer Botschafter»
Die 0-Euro-Luther-Banknote: Ein Geldschein, der nichts wert ist
Luther im Einkaufswagen: Der Reformator als Marketingobjekt

Datum: 07.07.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Evangelical Focus

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