Eritrea
Dritter Christ stirbt in Todeslager
Im Juli ist Yemane Kahasy Andom im Militärgefängnis von Mitire in Eritrea gestorben. Er ist der dritte evangelische Christ, der in diesem Jahr im ostafrikanischen Staat umkommt. Die Behörden hatten ihm medizinische Behandlung verweigert.
Der 43-jährige Andom erlag nach dem Bericht einer schweren Malaria. Zuvor war er misshandelt und in einer unterirdischen Zelle während zwei Wochen in Einzelhaft gehalten worden. Er hatte sich geweigert, seinem Glauben abzusagen. Andom gehört zur Kale-Hiwot Kirche in Mendefera. Es hiess, er sei ohne Feier im Lager begraben worden.
Andom hatte 18 Monate Haft hinter sich. Im Januar war im selben Gefängnis im Nordosten Eritreas der 37-jährige Mogos Hagos Kiflom nach Folterungen umgekommen. Als zweiter starb ebenfalls im Januar Mehari Gebreneguse Asgedom (42), ebenfalls in Einzelhaft. Er litt an Diabetes. In den Vorjahren starben Christen an Krankheiten, die nicht behandelt wurden.
Gemäss der Organisation Open Doors bleiben über 2800 Christinnen und Christen in Eritrea in Haft wegen ihres Glaubens. Die Regierung hatte im Mai 2002 alle religiösen Gemeinschaften ausser der islamischen sowie der orthodoxen, katholischen und lutherischen Kirche verboten. Aus dem ganzen Land sind Christen nach Mitire verlegt wurden. Im April ging ein Transport mit 27 Häftlingen von Polizeistationen in der Hauptstadt Asmara in die Stadt. Am 17. April wurden 70 Christen aus Mitire entlassen, unter ihnen 11 Frauen, die angeblich ihren Militärdienst nicht geleistet hatten.
Quelle: Livenet / Compass Direct

