Arkansas

Zehn-Gebote-Denkmal vor Kapitol zerstört

Ein brandneues Zehn-Gebote-Denkmal vor dem Kapitol von Arkansas in Little Rock wurde nicht mal 24 Stunden nach dem Aufstellen zerstört. Der Mann, der sein Auto in das Denkmal fuhr, filmte die Tat live auf Facebook und hatte bereits 2014 ein ähnliches Denkmal in Oklahoma zerstört.

Zoom
Zehn-Gebote-Denkmal vor Kapitol
Michael Tate Reed (23) fuhr in ein ein Zehn-Gebote-Denkmal vor dem Kapitol in Little Rock und gab als Motiv an, dass das Monument nicht die Trennung von Kirche und Staat gewährleisten würde. Das Denkmal wurde privat finanziert und mit einer kleinen Zeremonie am Dienstagmorgen eingeweiht.

Die Tat wurde live auf Facebook gefilmt. Laut dem Sprecher des Staatssekretariat von Arkansas sei das Video authentisch. Dafür spreche der dunkle Himmel und die sichtbare Kuppel des Kapitols des Bundesstaates. In dem Video ist ausserdem das Autotachometer zu sehen, das kurz vor der Kollision eine Geschwindigkeit von 33 Kilometern pro Stunde anzeigt. Nach dem Aufprall fällt das am Dienstagmorgen installierte 2'700 Kilogramm schwere Granitdenkmal um und zerbricht in mehrere Stücke.

Nicht die erste Tat dieser Art

Das Büro des Sheriffs von Oklahoma eröffnete der Nachrichtenagentur Associated Press, dass der gleiche Mann im Oktober 2014 bereits wegen der Zerstörung des Zehn-Gebote-Denkmals von Oklahoma verhaftet worden sei. In einer E-Mail hatte sich der Mann ein Jahr später dafür entschuldigt. Er gab an, er habe an Wahnvorstellungen gelitten und Stimmen gehört. «Es tut mir so leid, dass dies alles passiert ist und ich wünschte, ich könnte alles wieder rückgängig machen.» Familienmitglieder hatten im Fall von Oklahoma ausgesagt, dass der Täter unter einer bipolaren Störung und «einer Art Schizophrenie» leide.

Laut dem Medienmagazin PRO erklärte der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, der das erforderliche Gesetz zur Aufstellung des Zehn-Gebote-Denkmals unterschrieben hatte, dass «Eigentumsvernichtung niemals die Antwort auf eine politische Meinungsverschiedenheit ist». Auch die «American Civil Liberties Union» habe die Zerstörung des Denkmals verurteilt, obwohl sie dieses als eine verfassungswidrige Unterstützung von Religion mit staatlichen Mitteln bezeichnet hatte.

Zum Thema:
Die Kopftuch-Debatte: Wie gehen Christen mit religiösen Symbolen um?
Verletzung der Religionsfreiheit: Gipfelkreuze zerstört – Bergführer gebüsst
Umstrittene christliche Symbole: Positive Religionsfreiheit und ihre Grenzen

Datum: 03.07.2017
Autor: Anja Janki
Quelle: Livenet / CBN/ PRO / AP

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