Nicht selten lassen die Hotelgäste die Neuen Testamente "mitgehen"

Wetzlar. Die Bibelverteilung in Hotels ist “eine der wirkungsvollsten missionarischen Methoden”. Dieser Ansicht ist der scheidende Geschäftsführer des deutschen Zweiges des Internationalen Gideonbundes, Friedhelm Löber (Wetzlar). Der Bund hat im vergangenen Jahr über 600.000 Bibel verteilt, davon 15 Prozent in Hotels. Daneben verbreitet er die Heilige Schrift an Schulen, Universitäten, Gefängnissen, Kasernen und Arztpraxen. Löber zufolge liegen etwa in 70 Prozent der Hotels in den Zimmern Bibeln aus. Eine repräsentive Umfrage habe ergeben, dass 23 Prozent der Hotelgäste darin lesen. Dies bedeute, dass bei 600.000 Hotelgästen täglich rund 100.000 Personen in das Wort Gottes hineinschauten. Pro Jahr seien das 30 Millionen Bürger.

Verleger las Hotel-Bibel und wurde Christ

Löber spricht von der Bibel als einem “stillen Missionar”. So habe 1990 einer der grossen Verleger in Deutschland, Norman Rentrop, in einem Hotel in Baden-Baden eine von den “Gideons” ausgelegte Bibel gelesen und sich daraufhin entschieden, Christ zu werden. Für ihn sei die Bibel dann so wertvoll geworden, dass er das Startkapital für das Bibel-TV zur Verfügung gestellt habe. Das weltweit erste Bibelfernsehen wird am 1. Oktober auf Sendung gehen.

Löber zufolge kommt es relativ häufig vor, dass Hotelgäste Bibeln stehlen, “was uns ausnahmsweise erfreut”. Manche Gäste rissen die ersten Seiten aus einer Bibel heraus, die Hinweise enthalten, wo man im Neuen Testament Hilfen bekommt zu Themen von Angst bis Zweifel. Hin und wieder kommt es aber auch dazu, dass Empfänger die Bibeln aus Ablehnung zerreissen. Dies habe man etwa in einem Frankfurter Wohnviertel mit starkem moslemischen Einfluss und in Schwerin erlebt, so Löber.

Wechsel in der Geschäftsführung

Der 64jährige übergibt sein Amt am 19. April an Johannes Wendel (39). In der Amtszeit Löbers verdoppelte sich die Zahl der Gruppen in Deutschland auf 162. Die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter verdreifachte sich auf über 3.200. Löber wird künftig von Langenfeld bei Düsseldorf aus innerhalb der internationalen Gideonarbeit für Westeuropa verantwortlich sein. Der Gideonbund ist mit weltweit 230.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern in 175 Ländern das grösste evangelikale Missionswerk. Es verbreitete bisher mehr als eine Milliarde Neue Testamente.

Datum: 17.04.2002
Quelle: idea Deutschland

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Wie lassen sich diese drei Begriffe «bibelorientiert – universitär – für Kirche und Gemeinde» vereinen? Am besten, Du kommst vorbei und machst Dir selber ein Bild davon.

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