Jugend-Missions-Festival

JuMi 2016: «Die Welt liegt dir zu Füssen»

Über 500 Teilnehmer hatte das diesjährige Jugend-Missions-Event «JuMi 2016» am 23. und 24. Juli auf dem Buchenauerhof bei Sinsheim. Die Konferenz mit Festivalcharakter zieht seit Jahren 15- bis 25-Jährige an, die gute Gemeinschaft, zeitgemässe Musik, herausfordernde Botschaften und immer wieder den Fokus auf Mission suchen.

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Jugend-Missions-Event JuMi 2016
Veranstalter des JuMi 2016 waren DMG, Theologisches Seminar Adelshofen (TSA) und Sportler ruft Sportler (SRS). Als Hauptredner war der Zehnkämpfer, Boxer und Evangelist Tobias Kley am Start. Die verschiedenen Veranstaltungen des Wochenendes waren geprägt von Impulsen zu einem Christsein mit Weltverantwortung.

Spiel und Spass

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Chor mit Chorleiterin Katharina (18)
Mission soll bierernst sein? Wer mit dieser Meinung zum JuMi 2016 anreiste, der wurde positiv enttäuscht. SRS als Mitveranstalter sorgte dafür, dass Sport, Spass und Bewegung nicht zu kurz kamen. Streetsoccer, Disk-Golf (Zielschiessen mit Frisbee-Scheiben) und vieles andere wurde angeboten. Und auch in den Veranstaltungen war immer wieder Raum für Vorführungen. Besonders begeisterte die Sportgymnastik mit filigranen Ballettelementen. SRS-Jugendrefrent Alex Zöller machte dabei deutlich, dass diese Sportaktionen keinen Widerspruch zum Missionsgedanken darstellten: «Wir haben Leidenschaft für Sport und für Jesus, wollen Menschen für beides begeistern und Werte vermitteln.»

Musik mit Gänsehautfaktor

Passend zu einem Jugendevent spielte die Musik eine beträchtliche Rolle. Und was auf den Bühnen dargeboten wurde, hatte eine grosse Bandbreite. Tom Schutte (18) begeisterte mit seiner Tenorstimme und einem christlichen Klassiker. «Nearer my God to thee» (Näher mein Gott zu dir) soll während des Untergangs der Titanic gesungen worden sein. Doch es ist auch ein klares Bekenntnis zu Jesus. Der junge Mann aus Kaiserslautern erzählte, dass er vor einer Weile im Radio ein Lied gehört hätte: «You're moving in the wrong direction, so far away from me» (Du gehst in die falsche Richtung, bist weit entfernt von mir). Er meinte: «Das war wie die Stimme Gottes.» Tom wird mit DMG-interpersonal nach Tansania ausreisen und dort ein Strassenkinderprojekt unterstützen.

17 Kurzzeitler bildeten einen Chor und sangen vielstimmige A-cappella-Stücke, unter anderem einen gregorianischen Gesang in Latein mit modernem Barbershopklang. Kristina (18) aus Hamburg dirigierte zum ersten Mal einen Chor. Das Publikum war begeistert. Das Lied mit «Gänsehautfaktor» wurde zum Hit des JuMi 2016. Kristina freute sich: «Wir singen für Jesus, weil wir ihm gehören und leben wollen, wie er es vorgemacht hat.» Im August wird die junge Frau nach Südostasien fliegen und in einer christlichen Studentenarbeit helfen.

Startpunkt für missionarisches Leben

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Teilnehmer bei der JuMi2016
Die beiden Musikerbeispiele unterstreichen schon, dass JuMi 2016 mehr war als ein Kongress. Besonders deutlich wurde das am Samstagabend, als 38 junge Christen sich und ihr Projekt vorstellten und dann gesegnet und in ihre Freiwilligendienste ausgesandt wurden. Laut DMG gehen 15 von ihnen in europäische Länder von Frankreich bis Georgien, acht in Hilfsprojekte nach Asien, zehn nach Afrika und fünf nach Amerika. Dort werden sie mit dem Hilfswerk DMG-interpersonal Flüchtlingen, Behinderten und Kindern helfen oder als Hilfslehrer in Slums unterrichten.

Doch auch die, die zu Hause bleiben, konnten vieles von dem Wochenende mitnehmen. Zahlreiche Seminare motivierten dazu, die eigenen Gaben auch hier einzusetzen. Monika Mench, Mentorin für neue DMG-Mitarbeiter, forderte die jungen Menschen heraus: «Gott hat uns Fähigkeiten, Vernunft und Verantwortung gegeben. Ich kann mich informieren, abwägen, hinterfragen und in der Bibel nachlesen, ob meine Vorstellungen mit denen von Gott übereinstimmen. Er will, dass wir unser Potenzial einsetzen.» Auch die Hauptveranstaltungen mit dem Evangelisten Tobias Kley gingen in eine ähnliche Richtung. Der ehemalige Zehnkämpfer und Boxer betonte: «Wir können alles lernen und in jedes Land der Welt reisen – macht was draus!» Er forderte die mehr als 500 Teilnehmer auf, aus der Beliebigkeit herauszukommen. «Jesus ist die Geradlinigkeit in Person, das Gegenteil von 'maybe', 'könnte sein' und 'schaun mer mal'.» Stattdessen sei es wichtig, bei Studium, Beruf, Partnerwahl und Glaube Entscheidungen zu treffen und zu diesen zu stehen.

Zur Webseite:
Theologisches Seminar Adelshofen
DMG Damit Menschen Gott begegnen
Sportler ruft Sportler

Zum Thema:
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Datum: 27.07.2016
Autor: Hauke Burgarth
Quelle: Livenet / DMG

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