Jens Böttcher mit neuem Album

«Es ist nicht Religion, die uns den Himmel spüren lässt, sondern Liebe»

Mit seinem neuen Album «V:Unsterblich» sowie mit seinem gesamten Wirken will Jens Böttcher daran erinnern, dass der Schlüssel zum Himmel und zu einer deutlich besseren Welt im Herzen jedes Menschen liegt. In seinen Songs steht die Liebe im Zentrum und das Königreich des Himmels, das «mitten unter uns ist, wie Jesus sagte.»

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Jens Böttcher
Livenet: Jens Böttcher, was muss man über Ihr neues Album «V:Unsterblich» wissen?
Jens Böttcher: Es ist voll bis zum Rand mit Liedern über die Liebe und das Leben. 13 Songs, die mir sehr am Herzen liegen. Musikalisch und inhaltlich ist es die Fortsetzung des «Revolution»-Albums. Ich singe über unser Scheitern, unser Hoffen, Sehnen und Träumen – und über das wundervolle Gefundensein durch die Liebe des Himmels in all unserem angestrengten Suchen. Geichzeitig funktioniert das Album auch als so eine Art Soundtrack für meinen neuen Roman «Herr Sturm und die Farbe des Windes». Wahrscheinlich, weil es da um die gleichen Sachen geht. (lacht)

Mit Crowdfunding sind Sie einen neuen Weg gegangen, wie haben Sie dies erlebt?
Als sehr ermutigend. Wir hatten beim «Revolution»-Album schon ein Crowdfunding gemacht. Diesmal haben wir aber auf eine «offizielle Plattform» bewusst verzichtet und haben alles über Newsletter, soziale Netzwerke und so weiter gemacht. Es war uns wichtig, das so zu versuchen, weil wir den Leistungsdruck aus all dem unbedingt herausnehmen wollten. Wir wollten damit ein Zeichen setzen – für uns selbst und die Menschen, die unsere Kunst mögen und schätzen. Und es hat ganz wunderbar funktioniert. Ich bin sehr dankbar dafür.

Welcher Ihrer neuen Songs liegt Ihnen ganz besonders am Herzen – und weshalb?
Sie liegen mir alle am Herzen. Jeder steht für eine Situation oder Emotion, einen Zustand oder eine Beobachtung im Aussen oder Innen. Einige haben bereits sehr schöne Reaktionen hervorgerufen, etwa «Diamant», «Atem», «Heimweh nach einem Traum» oder «Sterne».

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Jens Böttcher
Was soll Ihr neustes Album auslösen?
Es wäre wunderbar, wenn die Musik dazu beitragen kann, jemandem das Gefühl zu geben, geliebt zu sein, wenigstens für einen Moment gehalten und getragen. Die Liebe ist der Schlüssel. Und ich glaube, sie ist die Antwort auf alle Fragen – sogar auf die, die wir normalerweise gar nicht stellen. Für mich gilt also: Ob es meine Alben sind oder die Bücher oder die Touren oder mein TV-Format «Tiefsehtauchen» … das alles sind meine Versuche, uns alle in diesen sonderbaren, schwierigen Zeiten daran zu erinnern, dass wir den Schlüssel zum Himmel und zu einer deutlich besseren Welt in unseren eigenen Herzen tragen. Da ist sie wieder, die Liebe. Gleichzeitig das Königreich des Himmels, das «mitten unter uns ist», wie Jesus es sagte. Veränderung geschieht nicht im Aussen, sondern im Innen. Wir alle müssen dabei lernen, etwas loszulassen, damit die Liebe mehr Platz in uns finden kann. Es ist nicht Religion, die uns den Himmel spüren lässt, sondern Liebe. Kurz gesagt, die Botschaft lautet ungefähr so: Lasst es uns wagen, entschlossener zu lieben.  

Was ist Ihr Herzensanliegen – immerhin schreiben Sie Ihre Newsletter aus «Himmelherzhausen»?
Ja, Himmelherzhausen ist meine kleine Schreibstube vor den Toren Hamburgs. Es ist ein schöner, ruhiger Ort. Ich glaube, wir alle brauchen Trost und Ermutigung. Das Leben ist mehr als herausfordernd. Meins auf jeden Fall. Und auch das vieler Menschen, die ich kenne und liebe. Dazu all die Tragödien, die sich weltweit und direkt vor unserer Haustür ereignen. Es ist so schwer, mit all dem umzugehen. Wenn man sich ein warmes Herz bewahrt, droht es doch immer wieder an den Unmenschlichkeiten zu zerbrechen, die wir uns gegenseitig antun und deren Zeuge wir täglich werden. Mit der Kunst versuche ich, etwas von der Wärme in die Welt zu tragen, die ich mir selbst wünsche. Der Dalai Lama sagte es mal so schön: «Wir brauchen nicht mehr Erfolgreiche auf dieser Welt, sondern mehr Liebende».

Gibt es ein Beispiel, wo ein Song jemanden ganz besonders berührt hat?
Oh ja, da gibt es viele. Ich bekomme ziemlich viele Rückmeldungen. Und ich finde das grossartig. Wenn ein einziger Song das Herz eines einzelnen Menschen berührt, hat sich ja schon das ganze Album gelohnt.

Im Herbst sind Sie in der Schweiz, was wartet auf das Publikum?
Ich freue mich schon wieder sehr auf unseren Schweiz-Trip. Wir werden wieder zu dritt unterwegs sein – meine Homies Henry, Karsten und ich. Wir werden bestimmt wieder stundenlang spielen, ich werde zwischendurch etwas lesen, wir werden mit dem Publikum kommunizieren – und wir freuen uns über jeden, der vorbeischauen mag und gleich noch seine zehn besten Freunde mitbringt. (lacht)  

Wann ist für Sie ein Auftritt gelungen?
Wenn die Menschen nach dem Konzert nach Hause gehen, in den Sternenhimmel schauen und sich auf geheimnisvolle Weise vom Leben und von der Liebe umarmt fühlen.

Zur Webseite:
Jens Böttcher

Zum Thema:
Jens Böttcher: Der Mann, der seine Einzelteile gefunden hat
Jens Böttcher: Nach oben abstürzen
Jens Böttcher: In statt auf den Arm genommen

Datum: 16.04.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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