Angst vor christlicher Erziehung

China behindert religiösen Unterricht für Kinder

Die Anwesenheit von Kindern in den Kirchen ist in China bis jetzt geduldet worden. Nun könnte sich dies ändern, nachdem neue Massnahmen erlassen wurden. Mehrere Provinzen sind davon betroffen, berichtet die christliche Organisation Open Doors.

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Chinesisches Mädchen mit Bibel
Während des Sommers hätten die Kirchgemeinden der Provinz Henan ein offizielles Schreiben erhalten. Darin sei ihnen jegliche Art von Aktivitäten für Jugendliche untersagt, «um die Gesundheit und die Sicherheit der Jugendlichen während der sommerlichen Hitze sicherzustellen», wie Open Doors berichtet.

«Jugendliche nicht unter Druck setzen»

In den Nachbarprovinzen seien restriktivere Bestimmungen herausgegeben worden: «Den Schülern und Lehrkräften wird verboten, zur Kirche zu gehen.» Begründet werde dies mit einem Gesetz, das es untersagt, «Jugendliche unter Druck zu setzen oder zu beeinflussen, so dass sie einer beliebigen Religion Glauben schenken.»

Hindernis für das Erziehungssystem

Allerdings berichtet das katholische Nachrichtenportal Ucan von einem Erlass in Wenzhou, einer Stadt im Süden der Provinz Zhejiang, der ein anderes Motiv anführt: «Minderjährige, die zu früh religiösem Unterricht und Schulung in Kirchen ausgesetzt würden, sind ein Hindernis für die reibungslose Implementierung des Erziehungssystems.»

Vier Provinzen betroffen

Diese neuen Bestimmungen gelten für vier Provinzen im Süd-Osten Chinas (Fujian, Zhejiang, Jiangsu und Henan) und der autonomen Region der Inneren Mongolei, alles Gegenden, in denen die Christen einen grossen Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen.

Zum Thema:
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Datum: 28.09.2017
Autor: Fritz Imhof / Willy Gautschi
Quelle: Livenet / Open Doors

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