Am Rande des Africa-Cup
Elfenbeinküste importiert «Graues Gold» aus der Schweiz
Derzeit wird der Africa-Cup ausgetragen, das Pendant zum Europa-Cup. Jesus.ch nimmt zehn der teilnehmenden Nationen in den Fokus und berichtet über eine positive Entwicklung. Heute steht der Finalist Elfenbeinküste im Zentrum.Die «Graue Materie» gilt als der einzige Rohstoff der Schweiz – und genau diesen exportiert «Agape International», der Auslandbereich von «Campus für Christus», auch nach Afrika. Es begann mit Schulungsvorträgen und Tipps für Studierende in der Schweiz. «Agape International» setzt diese mittlerweile auch in der Elfenbeinküste ein.
«Das Seminar heisst «Erfolgreich studieren», darin lernen die Teilnehmer, wie sie sich gut auf Prüfungen vorbereiten können und wie sie sinnvoll lernen», bilanziert Manuel Rapold, der diese Kurse in Afrika verantwortet. «Wir merkten, dass diese Kurse in Afrika mehr gefragt sind, als in der Schweiz.
Denn in Afrika erhoffen sich die jungen Menschen mehr durch ein Studium als bei uns – gleichzeitig wird ihnen aber nicht beigebracht, wie sie am besten lernen. Sie stellen sich ungeschickt an und versuchen alles auswendig zu lernen.» Und so sei die Freude sehr gross, wenn jemand aus dem Ausland kommt und sich dafür einsetzt, damit sie Erfolg haben.
Auch Lehrer profitieren
Weil die Nachfrage so gross ist, werden insbesondere einheimische Mitarbeiter, Professoren und Lehrer geschult, die diese Seminare dann selbst in ihren Schulen und Universitäten durchführen. «Die Feedbacks sind sehr gut, manche Lehrer erklärten, dass es ihnen hilft, besser zu unterrichten», erinnert sich Manuel Rapold.
Die Programm-Teilnehmer schliessen tatsächlich besser ab. Angeboten wird das Seminar an den einzelnen Orten oft von christlichen Gruppen; die Schulleitung sehe es gerne, wenn etwas zum Schulleben beigetragen werde.
Waldkapelle
Die Studenten leben in Gruppen in ärmlichen Wohnheimen. Die Unigebäude waren einst schön, heute sind sie teilweise heruntergekommen. Die christliche Gruppe einer Universität versammelt sich in einer Waldkapelle auf einer Lichtung. In einer anderen Uni errichteten sie ein Dach auf Pfählen mit Bänken darunter.«Die Einheimischen sagten, dass in ihrer Nation ein grosses Interesse an allem Geistlichen da sei, das es auf der Welt gibt. Wenn zum Beispiel eine japanische Sekte sich ausbreitet, wird in der Elfenbeinküste sofort eine lokale Vertretung aufgemacht. Gerade wegen dieser Offenheit sind manche auch verwirrt», analysiert Manuel Rapold Die grossen Blöcke aber seien Christen und Muslime.
Djourous und Yapis Heimat
Neben der Elfenbeinküste wird das Seminar «Erfolgreich studieren» auch in Kamerun, Ruanda und in diesen Tagen neu auch in der Demokratischen Republik Kongo angeboten. Die Elfenbeinküste gewann den Africa Cup im Jahr 1992, jetzt, zwanzig Jahre später, steht das Team wieder im Finale, wo es auf Sambia trifft. Allein die Hauptstadt Abidjan zählt fast halb so viele Einwohner, wie die gesamte Schweiz. Aus Abidjan stammt übrigens auch der Schweizer Nationalspieler Johan Djourou, sowie der FC-Basel-Spieler Gilles Yapi.
Webseite:
Agape International
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Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch


