Spanien

Abkehr von der Fristenregelung

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Die neue spanische Regierung will von der 2010 eingeführten Fristenregelung abrücken und zu einer Indikationenlösung zurückkehren. Schwangeren in Not soll geholfen werden.

Am 31. Januar 2012 erklärte Innenminister Jorge Fernandez Diaz, durch die Reform sollten Frauen, die zu einer Abtreibung gedrängt würden, Unterstützung erhalten. Die Rechte der Ungeborenen sollten gemäss dem Urteil des Verfassungsgerichts von 1985 wieder höher gewichtet werden. Die neue konservative Regierung will klarere Indikationen einführen als die bis 2010 gültigen. Justizminister Alberto Ruiz-Gallardon unterstrich, dass Abtreibung nicht kriminalisiert werden soll.

«Ein Schritt in die richtige Richtung»

Mit der seit Juli 2010 geltenden Fristenregelung können Frauen in Spanien bis zur 14. Woche abtreiben lassen. Lebensrechtler nannten das Vorhaben der konservativen Regierung einen Schritt in die richtige Richtung. «Wir wollen, dass gar keine Kinder abgetrieben werden», unterstrich Gádor Joya, Leiter von «Recht auf Leben», der grössten Lebensrechtsorganisation.

Die Autorität der Eltern stärken

Die Spanische Evangelische Allianz begrüsste die Pläne der Regierung und namentlich den Entscheid, dass Minderjährige für eine Abtreibung wieder die Zustimmung ihrer Eltern einholen müssen. Die Evangelische Allianz hofft, dass das neue Gesetz mehr bringt als nur Einschränkungen der Abtreibung, nämlich auch Impulse für eine Sexualerziehung, die auf Verantwortung setzt.

Webseite:
Spanische Evangelische Allianz (in spanischer Sprache)


Lesen Sie auch:
«Leben willkommen heissen» - Marsch fürs Leben appelliert an Frankreichs Politiker


Datum: 07.02.2012
Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet

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