Videospieltechnologie und Multimedia
Sonnensystem im Browser erkunden
Mit «Eyes on the Solar System» hat die NASA ein Webtool gestartet, das Besuchern die Geheimnisse des Sonnensystems näher bringen soll. Die Applikation setzt auf 3D-Technologie und liefert Informationen in Text, Bild und Ton.«Erstmals kann die Öffentlichkeit das gesamte Sonnensystem und unsere Missionen in Bewegung und Echtzeit verfolgen», so Jim Green, Leiter der Abteilung für planetare Forschung der US-amerikanische National Aeronautics and Space Administration (NASA). Damit wolle die NASA ihre Wissenschaft mit allen teilen, versichert Green.
Durch das Sonnensystem schweben
Stolz zeigt sich auch Blaine Baggett, der dem Büro für Kommunikation und Bildung der Weltraumbehörde vorsteht. «Man kann sich frei durch das Sonnensystem bewegen und sehen, was unsere Weltraumflugkörper sehen und wo sie sich befinden - all das, ohne den Computer verlassen zu müssen.»
«Eyes on the Solar System» setzt auf eine primär für Videospiele ausgelegte Technologie. Das NASA-Entdeckungstool ist über ein Plugin direkt im Browser aufrufbar.
Rückblick auf Apollo 11
Derzeit befindet sich das Programm noch in einer Betaphase, erlaubt aber bereits das freie Umherfliegen im All und das gezielte Verfolgen einzelner NASA-Projekte, etwa der Jupiter-Sonde «Juno». Mit Zeit- und Geschwindigkeitsreglern kann man die Reise beschleunigen und so herausfinden, wo sich das Forschungsgerät in zwei Jahren befinden wird. Die Prognose reicht bis in das Jahr 2050. Dank eines Rücklaufs bis ins Jahr 1950 sind auch ältere Missionen nachverfolgbar, darunter die Mondlandung des Teams um Neil Armstrong 1969.
Der Nutzer kann zwischen einem 2D- und 3D-Modus wählen, für Letzteren wird lediglich eine handelsübliche Rot-Cyan-Brille benötigt. Mit dieser Visualisierung wolle man der Öffentlichkeit ein besseres Verständnis für komplexe Weltraummissionen vermitteln, erklärt Kevin Hussey, der das Labor für Visualisierungstechnik leitet.
Man schätzt, dass es einige Billionen Milchstrassensysteme im Universum gibt. Wozu gibt es überhaupt so viele Sterne? Auf diese Frage geht Prof. Dr.-Ing Werner Gitt in einem Video-Clip auf Youtube ein.
Webseiten:
Youtube-Video: Wozu gibt es Sterne?
«Eyes on the Solar System»

