Jährlich zwei Millionen Kinder

Doku-Filmer Douglas über Porno und Menschenhandel

Ein Pornostar wird im Schnitt nur 36 Jahre alt – das ist einer von vielen Fakts aus der Doku-Reihe «Ten Million Throwaways» («Zehn Millionen Weggeworfene»). Der Film zeigt auf, dass Milliarden-Geschäft direkt mit dem Menschenhandel zusammenhängt.

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Andrew Douglas am Filmset von «Ten million throwaways»
Im Schnitt wird ein Pornostar nicht älter als 36 Jahre. Und pro Sekunde werden im Internet 3'000 Dollar mit Pornografie umgesetzt. Das sind nur zwei Statistiken aus der Doku-Serie «Ten Million Throwaways» («Zehn Millionen Weggeworfene») des australischen Regisseurs Andrew Douglas, der dafür auf mehreren Kontinenten filmte. Die sechsteilige Serie erzählt die Geschichte von Menschen, die von den «Erwachsenenfilmen» betroffen waren, von früheren Pornostars bis zu einstmals Süchtigen.

«Ich glaube, dass diese Dinge weltweit an die Öffentlichkeit gebracht werden müssen. Die Wahrheit muss enthüllt werden, es muss gezeigt werden, was in dieser Branche wirklich geschieht, ich hoffe, dass es ein Augenöffner ist», sagt Andrew Douglas zum «Gospel Herald». Alle, die in der Doku vorkommen, seien als Kinder sexuell missbraucht worden und pornografischem Material ausgesetzt worden.

«Jährlich zwei Millionen Kinder»

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Andrew Douglas
«Ich hoffe, dass wenn Eltern Pornos schauen, sie sich denken: 'Das ist die Tochter von jemandem.'» Der Film zeigt zudem auf, dass das 32-Milliarden-Dollar-Geschäft (pro Jahr) direkt mit dem Menschenhandel zusammenhängt. «Und das ist ein weltweites Problem.» Jährlich würden zwei Millionen Kinder in den Sexhandel geraten.

«Die Leute assoziieren Pornografie oft nicht direkt mit Menschenhandel – doch genau das ist es, was geschieht. Nach Jahren des Pornokonsums wird die physische Erfahrung gesucht; bei einer Prostituierten oder gehandelten Frau.» Oft würden diese in den frühen Teenager-Jahren gehandelt.

«Aufhören zu Klicken»

Zudem werde oft nicht an die Konsequenzen für Ehen gedacht, die wegen der Pornografie zerbrechen und eine Generation zurücklässt, die aus einer zerrissenen Familie stammt. Douglas spricht von «einem harten Kampf», weil so viele Menschen süchtig nach Pornos seien.

Diese Epidemie zu stoppen, wäre im Grunde simpel: «Aufhören zu klicken. Aufhören, nach Pornos zu suchen und sie anzusehen. Jeder Klick steigert die Nachfrage.» Letztlich gehe es darum, dass jeder Einzelne aufstehe.

Basket-Star steht auf

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Jeremy Lin, NBA-Basketballstar
Einer, der sich – unabhängig von dieser Doku-Reihe – gegen den Menschenhandel stark macht, ist Jeremy Lin. Der Star des NBA-Teams «Brookly Nets» besuchte vor wenigen Wochen Thailand, wo er durch verschiedene NGOs mehr über den Horror des Menschenhandels erfuhr. «Ich sah, wie zerbrochen die Welt ist und wie bedürftig die Menschen nach dem Evangelium sind. Ich will nun noch radikaler für andere Menschen leben», schrieb der 28-Jährige seiner Online-Gebetsgruppe.

Seine Perspektive als einer, der in der ersten Welt lebe, sei herausgefordert worden. «Ich bete für Gelegenheiten, um die Welt wirklich mit dem christlichen Glauben zu erreichen. Das war schon immer eine grosse Leidenschaft von mir.»

Zum Thema:
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Datum: 13.07.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Gospel Herald

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