Kaing Guek Eav

Ex-Leiter von Foltergefängnis wurde Christ

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Kaing Guek Eav. (Foto: Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia)
Kaing Guek Eav war Chef-Folterer der kambodschanischen Roten Khmer. Vor 15 Jahren wurde er zu Christus geführt - durch einen kanadischen Missionar, der seine Eltern und zwei Geschwister durch Morde der Roten Khmer verloren hatte.

Ende Juli 2010 wurde Kaing Guek Eav (67) zu 35 Jahren Haft verurteilt. Da er bereits seit längerem hinter Gitter ist, muss er noch 19 Jahre absitzen. Er soll für mindestens 14.000 Tote verantwortlich sein, deren Angehörige vom Urteil enttäuscht sind. Eav (auch «Genosse Duch» genannt) gestand die Verbrechen vor dem Sondertribunal und bat um Entschuldigung. Er gilt als einer der einzigen der Roten Khmer, die Reue zeigten.
1995 war er vom kanadischen Missionar Christopher LaPel zum Glauben an Jesus Christus geführt und getauft worden. LaPel hatte durch Morde der Roten Khmer seine Eltern und zwei Geschwister verloren.

Eav hatte von 1975 bis 1979 das Foltergefängnis Tuol Sleng in Phnom Penh geleitet, 1998 war er verhaftet worden. Nach seiner Bekehrung 1995 hatte der Mathematiker anonym für westliche Hilfsorganisationen im Westen Kambodschas gearbeitet.

Nach ihrem Einmarsch in die Hauptstadt hatten die Roten Khmer 1975 unter Pol Pot die sozialistische Revolution ausgerufen. In dieser knapp vierjährigen Schreckensherrschaft wurden etwa zwei Millionen Menschen getötet.

Datum: 05.08.2010

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