Türkei: Radio darf Hörer auf Christus hinweisen

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Soner Tufan
In der türkischen Hauptstadt Ankara kann Radio Shema FM 98 etwas umsetzen, das in einem islamischen Land selten erlaubt ist: «Wir reden offen über Jesus Christus und lesen aus der Bibel», berichtet Soner Tufan, Geschäftsführer von Radio Shema.

Tufan erklärt, die Radiostation sei ein wirksames Werkzeug, um die Vorstellungen der Bevölkerung über den christlichen Glauben zu ändern. «Die Leute hier sind dem christlichen Glauben gegenüber sehr misstrauisch - sie sehen ihn als eine Form von Imperialismus und als ein Glaube, der ausschliesslich zum Westen gehört. Aber sie lieben die Lieder, die wir spielen, wirklich sehr. Sie vermitteln ihnen die Wahrheit über Gottes Liebe für die Menschen. Und das hilft uns, ihre Vorstellungen über Jesus zu verändern.»

Diskriminierung in der Gesellschaft

Nur etwa 0,6 Prozent der türkischen Bevölkerung bekennen sich zum Christentum. Obwohl die Türkei ein säkularer Staat ist und die Verfassung Religionsfreiheit garantiert, leiden Christen unter Diskriminierung. Nicht-Muslime erhalten beispielsweise keine Jobs bei der Polizei oder dem Militär. Ebenso sind höhere Positionen in der Regierung unerreichbar für sie. Es kann herausfordernd sein, sich als Christ zu bekennen und von Jesus zu erzählen. «Wir werden von radikalen Muslimen bedroht, die behaupten, die Türkei sei ein islamischer Staat und wir hätten kein Recht, über Jesus zu sprechen», erzählt Soner Tufan.

Wer dabei erwischt wird, das Evangelium ohne Bewilligung weiterzugeben, wird oft inhaftiert. Und wer zum Christentum konvertiert, wird angeklagt, das türkische Erbe zu verraten. «Es ist nicht einfach, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass Menschen, die an Jesus Christus glauben und ihm nachfolgen, keine Bedrohung für die türkische Gesellschaft darstellen», sagt Tufan, der selbst Muslim war, bis er eine persönliche Begegnung mit Jesus Christus erlebte.

Quelle: CWN/Joel News/Frietagsfax

Datum: 26.11.2009

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