Mehr Spenden im Jahr 2008

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Zürich. Das Spendenjahr 2008 war trotz Negativmeldungen aus dem Finanzsektor geprägt von einer positiven Grundstimmung, wie der Spendenmonitor des Forschungsinstituts gfs-zürich ergeben hat. Der Anteil der spendenden Haushalte ging zwar leicht zurück, dafür wurde mehr gespendet. Gleichzeitig hat sich das Image der gemeinnützigen Organisationen deutlich verbessert.

Das geschätzte Spendenvolumen 2008 der Schweizer Privathaushalte (ohne Legate und Grossspender) sei von 700 Millionen auf 830 Millionen Schweizer Franken gestiegen und liege nun wieder auf dem Niveau der Jahre 2002 bis 2004, heisst es in einer Pressemitteilung von gfs-zürich. Nachdem vor einem Jahr ein Rückgang der Privatspenden festgestellt worden sei, sei die durchschnittliche Spendensumme pro Haushalt wieder angestiegen und liege 2008 wieder auf ähnlicher Höhe wie in früheren Jahren. Ein Haushalt spendete durchschnittlich rund 450 Schweizer Franken (2007: 355 CHF).

Krise wirkte sich noch nicht aus

Interessant sei der Hauptgrund, welcher für die Erhöhung des Spendenbetrages angeführt werde: «Die meisten geben schlicht an, ihnen gehe es gut und sie würden deshalb mehr spenden», heisst es in der Mitteilung. Die Krise der Finanzindustrie habe bis im November 2008 noch nicht auf die Stimmung der Schweizer Bevölkerung übergegriffen.

Im Zug der positiven Grundstimmung habe sich eine ungewöhnlich starke allgemeine Imageverbesserung der gemeinnützigen Organisationen eingestellt. Insbesondere würden die meisten Werke als deutlich wirkungsvoller, mutiger, moderner, unbürokratischer und ungebundener beurteilt als zuvor. «Diese ungewöhnlich hohen Werte sind Abbild der Selbstzufriedenheit, die sich durch die ganze Befragung hindurch abzeichne: mir geht es gut, also ist auch alles um mich herum gut», heisst es.

Hoher Werbedruck nötig

Die Wahrnehmung der gemeinnützigen Organisation in der Öffentlichkeit (Medien, Plakate) sei aber 2008 gesunken. Besonders gut beachtet seien Organisationen, die eine dichte Medienpräsenz (Rega) oder einen hohen Werbedruck (WWF, World Vision) erzeugen. Weniger im Blickpunkt standen vor allem die in der Inland-Sozialhilfe aktiven Organisationen.

Das Forschungsinstitut gfs-zürich befragte vom 3. Dezember 2007 bis 29. November 2008 im Auftrag von 35 gemeinnützigen Organisationen 1530 Personen in der Deutsch- und Westschweiz zu ihrem Spendenverhalten und zum Image der Werke.

Datum: 04.04.2009
Quelle: RNA

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