Berner Stadtrat soll Dalai Lama ausladen
EDU-Stadtrat Beat Gubser ist Mitglied der Freien Evangelischen Gemeinde Muri-Gümligen, sorgt sich um die Trennung von Religion und Staat in der Stadt Bern. Mit einer dringlichen Motion will er den Gemeinderat dazu verpflichten, die Einladung an den Dalai Lama zurückzuziehen.
Der Berner Gemeinderat habe einen politischen und keinen religiösen Auftrag, heisst es im Motionstext, und weiter: "Der Gemeinderat missachtet die Trennung von Religion und Staat." Ausserdem wehrt sich Gubser gegen die geplante interreligiöse Feier im Münster.
Trennung von Religion und Staat
In der Motion heisst es: „Für die EDU ist die Trennung von Religion und Staat sehr wichtig, da sie die Voraussetzung für Religionsfreiheit ist. Der Gemeinderat ist die politische Vertretung der Stadt Bern. Es ist für uns unverständlich, wieso diese politische Behörde auf Gemeindestufe eine weltweit bekannte religiöse Persönlichkeit einlädt und eine interreligiöse Feier organisieren will. Auch die Förderung des besseren Verständnisses zwischen den Weltreligionen ist keine Aufgabe der Stadt Bern. Der Gemeinderat hat einen politischen und keinen religiösen Auftrag. Er missachtet die Trennung von Religion und Staat. Und dies auf Kosten der Steuerzahler. Im Weiteren gilt es anzumerken, dass auswärtige Angelegenheiten keine Aufgabe der Stadt Bern, sondern Sache des Bundes sind (siehe Bundesverfassung Art. 54).“
Der Berner Gemeinderat wird deshalb aufgefordert:
Künftig die Trennung von Religion und Staat zu respektieren.
Keine interreligiöse Feier durchzuführen.
Die Einladung an den Dalai Lama zurückzuziehen.
Die Stadt Bern war im letzten Herbst von Exiltibetern kontaktiert worden, die den Besuch des Dalai Lama in der Schweiz vorbereiteten. Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät sagte, er habe "nicht lange gezögert" und dem Gemeinderat beantragt, den Dalai Lama "als Gast nach Bern einzuladen". Der Dalai Lama wird am 13. Oktober in Bern erwartet.
Quelle: Beat Gubser, Stadtrat EDU/Kipa

