„Christliche Freunde Israels“ betrogen

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"Christen für Israel", eine pro-israelische Gruppe, ist von Israelis um fast 16.000 Franken geprellt worden. Bei den Betrügern handelt es sich nach Polizeiangaben um mindestens zehn Israelis, die sich mit Bandagen und Rollstühlen ins Büro der Christen begaben, als Terroropfer ausgaben und um finanzielle Hilfe baten.

Rädelsführer David Derri sowie ein weiteres Mitglied der Betrügerbande wurden festgenommen. Den Christen kam die Häufung der Hilfsanträge nicht ganz "koscher" vor; sie erstatteten Anzeige. Mit versteckter Kamera filmte die Polizei daraufhin die falschen Bittsteller. Einer von ihnen erschien mit angeblichen Verletzungen vom jüngsten Anschlag auf einen Jerusalemer Bus. Nachdem er einen Scheck über umgerechnet 950 Franken erhalten hatte, verschwand er in eine Nebengasse. Dort filmte ihn die Polizei, als er aus dem Rollstuhl aufstand und seine Verbände abnahm.

Laut der Tageszeitung „Jerusalem Post lehnt die Organisation einen Kommentar dazu ab. Sie wurde 1985 von englischen, französischen und US-amerikanischen Christen gegründet, um dem jüdischen Volk die Liebe Jesu Christi nahezubringen. Ausserdem fordert sie Kirchen auf, Israel wegen seiner Bedeutung für den christlichen Glauben zu unterstützen.

Für den Vorsitzenden der Messianischen Bekenntnisgemeinschaft, Klaus Mosche Pülz, ist der Vorfall ein Symptom für die Blauäugigkeit mancher christlicher Organisationen, die in ihrer Liebe zu Israel nicht genau prüften, an wen sie Spenden weitergeben. Wenn Diakonie nicht mit einem evangelistischen Zeugnis verbunden werde, handele es sich nur um eine unverbindliche Humanität, schreibt der Judenchrist in einer Mitteilung.

Quelle: kipa/Livenet

Datum: 06.02.2004

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