Zukunft CH warnt:

«Keine öffentliche Anerkennung» für Islam in der Schweiz

Die islamische Glaubensgemeinschaft drängt auf öffentlich-rechtliche Anerkennung. Dieser Anspruch wird zunehmend auch von Politikern und Kirchenvertretern begrüsst – im guten Glauben, dass dies der beste Weg zur Integration der Muslime sei. Irrtum, sagt die Stiftung Zukunft CH und klärt mit Flyern auf. 
Moschee in Genf
Flyer von Zukunft.ch
Hansjürg Stückelberger.

Mit der Aktion «Flyer in jedes Haus» will die Stiftung auf breiter Front die Schweizer Bevölkerung aufklären. Zukunft CH weist darauf hin, dass «wer die öffentlich-rechtliche Anerkennung der islamischen Glaubensgemeinschaft befürwortet, auch ja sagt zur Scharia, dem islamischen Gesetz», wie es in einer Pressemitteilung heisst. «Denn die muslimische Glaubensgemeinde hat aus sich heraus die Tendenz, eine Parallelgesellschaft zu bilden, in der eigene Gesetze gelten. Gesetze, die notabene über der Schweizer Verfassung stehen und weder Demokratie noch Religionsfreiheit kennen.»

Muslime hätten sich lebenslang in unbedingtem Gehorsam der Scharia zu unterwerfen, welche sich nicht auf religiöse Belange beschränkt, sondern auch alle säkularen Bereiche des Lebens allein den Weisungen Allahs und dem Beispiel des Propheten Mohammed unterstellt. «Ein Austritt aus dieser Glaubens- und Rechtsgemeinschaft (Umma) hat für den Muslim gemäss Scharia die Todesstrafe zur Folge. Sich in die offene und demokratische Gesellschaft der Schweiz einzugliedern ist somit ohne das Aufgeben dieses für den Islam gültigen Selbstverständnisses kaum möglich», erklärt die Stiftung. So hält auch das aktuelle Religionskundelehrmittel «Blickpunkt» für die Sekundarstufe I (2013) fest: «Nach islamischem Verständnis lassen sich Kultur, Politik und Religion nicht trennen. Alles gehört zusammen und prägt die islamische Gemeinschaft der Umma.»

Was heisst Anerkennung?

«Im Falle einer Anerkennung könnten den Muslim-Verbänden Rechte verliehen werden wie der Erhalt von Einwohnerdaten, spezielle Begräbnisplätze, Zugang zum Religionsunterricht an den Schulen oder zur Seelsorge in den Spitälern sowie das Recht auf eine Vertretung in den Räten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks», heisst es im Flyer von Zukunft CH. «Durch eine öffentlich-rechtliche Anerkennung würde sich der Trend zu einer muslimischen Parallelgesellschaft verstärken, was einer echten Integration von Muslimen in der Schweiz entgegensteht. Mit einer Anerkennung gleich den christlichen Kirchen, wie sie die Muslime langfristig anstreben, wäre schliesslich auch das Recht verbunden, «Kirchensteuern» von allen Muslimen zu erheben. Schweizer Muslimen würde es so zusätzlich erschwert, sich dem Zugriff der Islamverbände und dem Druck, der von der Umma (der islamischen Gemeinschaft) auf die Individuen ausgeübt wird, zu entziehen.»

Politische Bewegung

Eine Gleichstellung islamischer Verbände mit den Landeskirchen in der Schweiz wäre nur dann sinnvoll, wenn der Islam mit unseren Verfassungswerten vereinbar wäre. Aber der Islam sei seinem Wesen nach eine politische Bewegung, da er keine Trennung von Staat und Religion kenne. Die Scharia bestimme alle Bereiche des politischen und gesellschaftlichen Lebens und kenne die westlichen Persönlichkeitsrechte wie Meinungs- und Religionsfreiheit nicht. Auf der anderen Seite gebe es über 200 Stellen im Koran, die Gewalt unterstützten oder vom Hass und Kampf gegen Nicht-Muslime handelten. «Wer den Koran wörtlich nimmt, wird nicht konfliktfrei durch den Alltag kommen», hält der Flyer fest.

Der Präsident der Stiftung, Pfr. Hansjörg Stückelberger, zu der Aktion: «Wir setzen uns für die Respektierung der Menschenrechte und den religiösen Frieden ein. Die öffentliche Anerkennung des Islam kann langfristig eine Gefährdung für unsere demokratische Gesellschaft und die Religionsfreiheit darstellen.»

Zur Webseite:
Zukunft CH

Zum Thema:
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Datum: 17.11.2015
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet

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