Gegen Abtreibung

«Marsch für s’Läbe»

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Am 18. September 2010 findet in Zürich ein «Marsch für s'Läbe» statt, mit dem sechs christliche Organisationen die Wiedereinführung des Abtreibungsverbots in der Schweiz fordern. Der Anlass umfasst eine Kundgebung, einen «Bekenntnismarsch» durch Zürichs Stadtzentrum sowie einen Abschlussgottesdienst.

An der Kundgebung auf dem Helvetiaplatz spricht Nationalrätin Yvette Estermann (SVP Luzern) zu den Teilnehmern über politische Massnahmen, mit denen «das Lebensrecht werdender Kinder zurückerobert werden soll». Im Anschluss daran findet der Bekenntnismarsch statt, der sich aufteilt in einen «Trauermarsch» und ein «Läbesfäscht»: Zunächst trauern die Teilnehmer in entsprechender Kleidung und mit Gegenständen wie Grabkreuzen und Kindersärgen um abgetriebene Kinder. Im zweiten Teil hingegen soll die «wunderbare Fülle des Lebens» zum Ausdruck kommen.

Der von einem katholischen und einem evangelischen Geistlichen geleitete Abschlussgottesdienst findet unter freiem Himmel auf dem Helvetiaplatz statt. Die Veranstalter äussern sich empört über die fehlende Bereitschaft von Kirchgemeinden, ihre Kirche den Lebensschützern zur Verfügung zu stellen - keine der elf angefragten Kirchgemeinden war dazu bereit.

Lebensrecht auch für die Schwächsten

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, eine Charta zu unterzeichnen. Diese setzt unter anderem die Zustimmung der Schweizer Stimmberechtigten zur Fristenlösung (2002) und zur Forschung an embryonalen Stammzellen (2004) in einen Gegensatz zur Präambel der Bundesverfassung, wonach «die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen».

Statt der Bundesverfassung Folge zu leisten, habe sich das Schweizer Volk für den «Aufbau einer zunehmend lebensfeindlichen Gesellschaft» entschieden. «Wir werden nicht schweigen, bis die Schwächsten unseres Volkes wieder absolutes Lebensrecht haben», heisst es am Schluss des Dokuments.

Der überkonfessionelle «Marsch für s'Läbe» wird organisiert von den «Christen für Wahrheit», der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU), der Familienlobby Schweiz, Human Life International, den Zeitschriften «Ethos» und «Factum» sowie von «Zukunft CH».

Webseite:
www.marschfuerslaebe.ch

Datum: 26.07.2010
Quelle: Kipa

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