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Religionsunterricht für Konfessionslose nicht mehr gratis

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Immer mehr konfessionslose Kinder besuchen den reformierten kirchlichen Religionsunterricht. Für diese Dienstleistung sollen die Eltern im Kanton Zug nun einen symbolischen Beitrag zahlen, berichtete die «Zentralschweiz am Sonntag».

Nach den Sommerferien startet die reformierte Kirche im Kanton Zug eine Versuchsphase: Eltern, die ihre konfessionslosen Kinder in den reformierten Religionsunterricht schicken, sollen dafür künftig einen Solidaritätsbeitrag entrichten.

Dessen Höhe bestimmen die Eltern selbst. Er sollte aber zwischen 100 und 400 Franken pro Familie und Jahr liegen. Die reformierte Kirche macht den Familie drei Vorschläge, wohin das Geld gehen kann: an eine gemeinnützige Institution, die von der reformierten Kirche unterstützt wird, an die freiwillige Fürsorge der Reformierten oder in die Kirchenkasse.

Finanzielle Gerechtigkeit

Die reformierte Kirche reagiere damit auf die zunehmende Anzahl konfessionsloser Kinder im Religionsunterricht, sagte die zuständige Kirchenrätin Susan Staub gegenüber der Zeitung «Zentralschweiz am Sonntag». Man wolle «einfach bewusst machen, dass es die Kirche ist, die den Religionsunterricht finanziert, und eine Gleichheit zu unseren zahlenden Mitgliedern schaffen».

Eine ähnliche Regelung kennt seit dem Mai diesen Jahres die reformierte Kirche im Kanton Luzern, allerdings als gesetzliche Regelung. Der Solidaritätsbeitrag für den Religionsunterricht beläuft sich dort ebenfalls auf 100 bis 400 Franken jährlich. Die bisherigen Reaktionen seien positiv; viele Eltern seien froh, dass die Situation nun rechtlich geklärt sei.

Der katholische Weg

Die katholische Kirche des Kantons Zug plane derzeit nichts Vergleichbares geplant, berichtet dieselbe Zeitung. Viele der Kinder, die konfessionslos in den katholischen Unterricht kämen, würden sich gern bei der Erstkommunion mitmachen und bereiteten sich durch den Unterricht auf ihre Taufe vor.

 

Datum: 19.07.2010
Quelle: Kipa

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