Widerstand gegen Euro-Pride in Zürich
Ein solcher Massenevent verschlechtere die öffentliche Moral und damit das Leben einzelner Menschen, heisst es von Seiten der Familienlobby Schweiz. Diese hat beim Zürcher Stadtrat im Dezember 2008 eine Petition mit 5400 Unterschriften abgegeben. Die Stadtregierung wird aufgefordert, sich von der Euro-Pride zu distanzieren. Die Chance, dass die "weltoffenen Damen und Herren darauf eingehen, ist natürlich Null", schreibt die Organisation auf ihrer Homepage. Der Familienlobby bleibe als einem kirchlichen Verein also nur noch das Gebet.
Seit mehr als zwei Jahren bete eine wachsende Zahl von Frauen und Männern, dass "Gott selber die Gross-Parade vom 6. Juni 2009 verhindert". Die Familienlobby Schweiz bezeichnet sich selber als gemeinnützigen, überkonfessionellen Verein.
Gebetsnächte
Die City-Church in Zürich, die zum Bund evangelischer Gemeinden gehört und rund 170 Mitglieder zählt, hat sich dem Aufruf der Familienlobby angeschlossen. Bis Ende April widmet sie ihre regelmässig stattfindenden Gebetsnächte der Euro-Pride. Um diesen Anlass "geistlich zu bekämpfen", wie es auf der Homepage heisst. "Wir sind der Ansicht, dass durch das Festival in Zürich falsche Akzente gesetzt werden, die Gott nicht ehren", sagt Gemeindeleiter Hansjörg Stadelmann gegenüber dem "Tages Anzeiger" vom Dienstag, 24. Februar.
Aktivitäten geplant
Im Rahmen eines Runden Tisches planen verschiedene christliche Organisationen Aktivitäten, die im Umfeld der Euro-Pride 09 stattfinden sollen. Zu den Veranstaltern gehören die Christen für die Wahrheit, die Frauengebetskette Schweiz, der Schweizerische Bund Aktiver Protestanten und die Familienlobby Schweiz.
Diffamierende Kampagne
Die Euro-Pride 09 findet vom 2. Mai bis am 7. Juni 2009 statt und wird Zürich in dieser Zeit zum europaweiten Anziehungspunkt für Schwule und Lesben machen. Geplant sind zahlreiche politische, sportliche und kulturelle Veranstaltungen sowie eine grosse Parade durch die Innenstadt. Die Euro Pride wird jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt ausgetragen. Im diesem Jahr findet das Festival erstmals in der Schweiz statt.
Der Familienlobby Schweiz gehe es nicht bloss um die Verhinderung des Events; sie nutze diesen auch gleich, um eine diffamierende Kampagne gegen Homosexualität generell loszutreten, betonen Schweizer Homosexuellen-Organisationen in ihren Verlautbarungen.
Quelle: Kipa

