«Freiheit» in Venezuela
Chavez will Kirchensender die Lizenz entziehen
Lizenznehmer des Senders ist Kardinal Jorge Urosa in seiner Funktion als Erzbischof von Caracas. Zwischen Chavez und Urosa tobt seit Wochen ein heftiger Streit. Der Kardinal hatte der Regierung vorgeworfen, eine kommunistische Diktatur in dem südamerikanischen Land errichten zu wollen. Der Präsident bezeichnete den Erzbischof daraufhin als «Höhlenbewohner».
Der Interamerikanische Journalistenverband kritisierte unterdessen, dass die sozialistische Regierung versuche, die Aktienmehrheit am TV-Sender «Globovision» zu erlangen und damit die Kontrolle zu gewinnen.
Die Chavez-Regierung wirft Globovision «Medienterrorismus» vor, berichtet der österreichische «Standart». Der einzige grosse verbliebene Oppositionssender strahle täglich Programme aus, in denen Oppositionspolitiker, Politologen oder Journalisten die Politik des linkspopulistischen Präsidenten Chavez scharf anprangern. Tenor der Vorwürfe: Chavez wolle die demokratische Grundordnung aushebeln und strebe ein kommunistisches Regime nach kubanischem Vorbild an.

