EKD besorgt über Christenverfolgung in Eritrea und Äthiopien

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Soldaten bei einer Strassensperre in Eritrea.
Zum Menschenrechtstag hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Verfolgung von Christen in ostafrikanischen Ländern kritisiert.

Mit Sorge beobachte die EKD die Zunahme repressiver Gewalt und Verletzungen der Menschenwürde etwa in Eritrea und Äthiopien, erklärte Auslandsbischof Martin Schindehütte zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember). Er appellierte an die Bundesregierung und die EU-Kommission, sich für den Schutz der Menschenrechte einzusetzen und das Engagement der Kirchen und anderer Gruppen zu fördern.

In Eritrea werden der EKD zufolge Angehörige christlicher Kirchen und anderer Religionsgemeinschaften verfolgt und in der freien Religionsausübung behindert. Mitgliedskirchen der «Eritrean Evangelical Alliance» werde das Recht auf Versammlungsfreiheit verweigert und Druck auf unliebsame Persönlichkeiten in den anerkannten Religionsgemeinschaften ausgeübt.

Hunderte misshandelt und gefoltert

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UN-Einsatz in Aethiopien und Eritrea.
Der Patriarch der Orthodoxen Kirche Eritreas, Abune Antonios, sei im Februar aus seinem Amt verdrängt worden, nachdem er sich mehrfach der staatlichen Einmischung in innerkirchliche Angelegenheiten widersetzt hatte, erläuterte Schindehütte. Zudem gebe es Berichte von Verhaftungen und teilweise von Folter bei 1750 Angehörigen überwiegend evangelikaler und charismatischer Kirchen. Auch zahlreiche Anhänger muslimischer Gemeinden seien davon betroffen.

In Äthiopien sei die Gewalt seit den Wahlen im Mai 2005 flächendeckend eskaliert, beklagte der Auslandsbischof. Im September und Oktober sei es zu Gewaltaktionen von bislang unbekanntem Ausmass gegen Kirchen im Westen Äthiopiens gekommen. Dabei sollen 25 Kirchengebäude der orthodoxen und der Mekane-Yesus-Kirche, sowie eine Moschee zerstört worden sein. 16 Menschen seien getötet worden und etwa 500 Personen hätten Hab und Gut verloren. Der Auslandsbischof fordert die evangelischen Christen auf, am Tag der Menschenrechte der

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Martin Schindehütte
Menschen zu gedenken, deren Würde im wahrsten Sinne des Wortes mit Füssen getreten werde.

Datum: 09.12.2006
Quelle: Epd

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