Bruhin: Nomination für Sportlerin des Jahres war Höhepunkt der Saison

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Ursula Bruhin
Die erfolgreiche Snowboarderin Ursula Bruhin wurde im Dezember für die Auszeichnung „Sportlerin des Jahres“ nominiert. Die mehrfache Weltmeisterin hat es zwar nicht ganz geschafft und landete auf dem dritten Platz. Nachdem sie von mehreren erfolgreichen Wettkämpfen wieder in die Schweiz zurückgekehrt ist, fragten wir sie, was die Nomination für sie bedeutet habe, und ob sie über diese „Niederlage“ enttäuscht sei.

Fritz Imhof: Ursula Bruhin, was bedeutete für Sie die Nomination für die Sports Awards 2003?
Ursula Bruhin: Als Sportlerin der Jahres 2003 nominiert zu werden, war für mich der Höhepunkt meiner gelungenen Saison. Der Durchhaltewille hat sich gelohnt. Dank der Unterstützung der Sponsoren und der Aufmunterung der vielen Fans bekam ich immer wider frischen Mut, Kraft und Motivation, um weiter zu kämpfen und erfolgreiche Resultate zu erbringen. Auf den 3. Platz bei der Auswahl zur Sportlerin des Jahres 2003 gewählt worden zu sein, bedeutet mir eine besondere Ehre. Ich danke allen, die voll und ganz hinter mir stehen.

Wie haben Sie den Samstagabend vom 13. Dezember 03 erlebt? Waren Sie in Zürich oder am Wettkampfort?
Mit neun Stunden Zeitverschiebung hatte ich am Vortag in Whistler meinen Weltcup Sieg gefeiert und war gerade auf dem Weg nach Park City zum nächsten Rennen. Per Anruf von der Sportinfo erfuhr ich dann, wie das Endresultat herauskam.

Wie gehen Sie mit einer solchen „Niederlage“ um? Empfanden Sie es überhaupt als Niederlage?
Simon Luder hatte den Vorteil, dass sie die aktuelleren Weltmeistertitel präsentieren konnte und dies in der Region. Bei solchen Wahlen kommt es sehr auf die Umstände an und wie es von den Medien präsentiert wird. Deshalb kann ich allen von Herzen danken, die mitgefiebert und mich gewählt haben. Danke für alle positiven Stimmen zur Fernsehsendung „Sports-Awarts“. Dank euren Stimmen erreichte ich trotz der jeweils kurzen Medienpräsenz den vorzüglichen dritten Rang. Vielleicht reicht es nächstes Jahr.

Bei den Rennen ist das was anderes. Da fahre ich selber gut oder schlecht. Aus Fehlern kann ich lernen. Ausserdem machen einem die Niederlagen stark, um wieder gewinnen zu können.

Wie verbinden Sie grundsätzlich Ihre sportliche Karriere mit Ihrem Glauben an Gott? Haben Sie überhaupt bei Wettkämpfen Zeit für Gott?
Gott ist für mich wie ein Trainer, der Tag und Nacht für mich da ist. Wenn ich unsicher bin oder Angst habe, finde ich immer wieder neue Kraft und Mut im Gebet. Gerade am Wettkampf danke ich Gott für das Talent, dass er mir geschenkt hat und dass ich es einsetzten kann. Ich weiss, egal wie das Rennen heraus kommt, Gott will das Beste für mich. So kann ich mich auf jedes Rennen freuen.

Datum: 08.01.2004

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