Kurt Beutler: «Jesus war ein guter Moslem!»
Kurt Beutlers Buch heisst «Zwischen Bomben und Paradies – Muslime verstehen und lieben lernen». Darin provoziert er. Zum Beispiel mit der Aussage, Jesus sei ein guter Moslem gewesen. Beutler begründet das mit Versen aus der Bibel und dem Koran. Zum Beispiel stehe im Koran, dass Jesus gestorben und dann auferstanden sei.*
Überhaupt werde Jesus im Koran als einzigartig beschrieben. So sei er der einzige Mensch ohne Sünde gewesen. In Sure 19,21 nennt der Koran Jesus «eine Barmherzigkeit Allahs», und Beutler fragt: «Wie könnte man ihn noch besser beschreiben?» Diese Barmherzigkeit soll jeder näher kennenlernen.
Herr Beutler, was ist ein wahrer Moslem?
Kurt Beutler: Der Koran lehrt, dass alle biblischen Propheten Moslems waren. Normalerweise erschrecken Juden und Christen bei solchen Aussagen. Aber hier bietet sich eine Chance. Wenn das nämlich stimmen würde, hiesse das, dass Mohammed einen Islam vor seiner eigenen Zeit akzeptierte, also einen Islam ohne Mohammed. Er selber gab im Grunde genommen zu, dass seine Lehre nur eine Möglichkeit von mehreren ist.
Sie bezeichnen Abraham als einen guten Moslem. Damit schreiben Sie doch die Geschichte um!
„Moslem“ ist bloss das arabische Wort für eine Lehre, die wir schon in der Bibel finden. Es bedeutet übersetzt «sich unterwerfen» oder «sich hingeben». Die ganze Bibel handelt ja davon, dass der Mensch sein Leben ändern und zu Gott kommen muss. Das ist keine Erfindung Mohammeds. Heute heisst es zu Unrecht, man müsse sich Mohammed unterwerfen und sich jedes Detail seines Lebens zum Vorbild nehmen, wenn man Moslem sein will. Doch Islam heisst, sich Gott zu unterwerfen, nicht einem Menschen.
Auch Josef ist in Ihren Augen ein guter Moslem – warum?
Nun bezeichnen Sie aber auch Jesus als einen guten Moslem!
Wir sehen im Leben von Jesus Christus, dass er in jedem Moment seines Lebens die Führung des himmlischen Vaters suchte. Am Vorabend der Kreuzigung betete er in grosser Angst, dass Gott ihn vor dem schrecklichen Tod bewahren möge. Aber er sagte: «Nicht mein Wille geschehe, sondern deiner.»
Das ist totale Hingabe und das Gegenteil dessen, was wir über Mohammed lesen. Der rief in der Schlacht von Badr nach Männern, die ihr Leben geben würden, um seines zu retten. Ausserdem war er bereit, auch fragwürdige Wege zu gehen, um auf dieser Welt sein Reich aufzubauen.
Ihrer Ansicht nach belegt sogar der Koran, dass Jesus der Messias ist ...
Zur Zeit Mohammeds war Jesus als Messias bekannt, der Koran setzt das sogar voraus. Das Wort «Messias» wird als einer seiner Namen verwendet. Für Moslems ist es eine Chance, dieser Bedeutung nachzugehen. Messias ist ein hebräisches Wort und heisst «der Gesalbte». Das
* Suren: Imran 3,55; Der Tisch 5,116 und Maria 19,33
Weiterführende Links:
Der «Islam nach Frauenart» oder: Die ersten 13 Jahre von Mohammeds Prophetentum (Teil 1 dieser Serie)
Ungehorsame Frauen landen in der Hölle (Teil 2 dieser Serie)
Auch im Koran gibt es eine Geburtsgeschichte von Jesus
Andrea – Sehnsucht nach Erlösung
Kurt Beutlers Arbeitgeber
Wer ist Jesus?
Kurt Beutlers Buch «Zwischen Bomben und Paradies – Muslime verstehen und lieben lernen» ist erhältlich unter http://shop.livenet.ch/index.html?nr=588417&f=0




