Bischof Felix Gmür
Für gute Sexualkundeunterricht an den Schulen
Der Basler Bischof Felix Gmür hat sich für Sexualkundeunterricht an den Schulen ausgesprochen. Dieser gehöre zu den Aufgaben der Schule, die damit die Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe unterstütze und ergänze. Gmür widersprach damit seinem Bischofskollegen Vitus Huonder.
Für eine Abmeldung vom schulischen Sexualkundeunterricht durch die Eltern sieht der Bischof «keinen Grund», «wenn die Schule die verschiedenen Aspekte darlegt, biologische, psychische, emotionale, soziale, auch Aspekte der Macht und des Machtgefälles».
Huonder: Verletzung der Religionsfreiheit
Vor einer Woche hatte der Churer Bischof Vitus Huonder den Sexualkundeunterricht in der Schweiz in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» scharf kritisiert und gefordert, dass Eltern ihr Kind für dieses Fach dispensieren lassen können. Der Sexualkundeunterricht dürfe nur dann in der Schule stattfinden, wenn er dem religiösen Glauben der Eltern als den Erziehungsberechtigten «nicht fundamental» widerspreche.
In der staatlichen Sexualerziehung, wie sie gegenwärtig an den Schulen praktiziert wird, sieht Huonder letztlich eine Verletzung der Gewissens- und Religionsfreiheit. Dies geht aus seinem Dokument «Sexualerziehung staatlich verordnet» hervor, das er als «Wort zum Tag der Menschenrechte» vom 10. Dezember veröffentlicht hat.
Zum Thema:
«Eingriff in die Erziehungshoheit der Eltern»
Quelle: Kipa

