Geburtstag: Ehepaar lud ganzes Dorf ein!

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Urs-Heinz Naegeli wurde 50jährig, zur Feier wurde das ganze Dorf eingeladen.
Eine wilde Idee in Graubünden: Das Ehepaar Helene und Urs-Heinz Naegeli feierte und lud dazu gleich das ganze Dorf Schiers ein. Über hundert Besucher kamen.

«Ich fragte mich, was das für ein Typ Mensch ist – jemand der ein wenig verrückt ist oder eine verrückte Idee hat», sagt Joos Mathis zu dieser Website. Doch solches dürfe öfter geschehen, bestätigt der Schierser Gemeindepräsident: «Es ist gut wenn Leute so etwas tun, wir sind eine lebendige Gemeinde, da passt das gut.»
Gastgeber Urs-Heinz Naegeli: «Wir wohnen seit zehn Jahren in Schiers, und wollten einen tieferen Bezug zur Bevölkerung. Schon lange fragten wir uns, wie das in einem Dorf gelingt. Und da war diese Idee genau richtig.»

Andreas Lange (leitet www.wunder-heute.net ) moderierte. Lange: «Urs-Heinz erzählte mir am Telefon von seiner Idee. Zuerst wusste ich nicht, ob er einen Witz macht, ich fragte nochmal.» Nach dem Telefon habe er sich eine Weile hingesetzt. «Dann rief ich ihn an und fragte, ob er das wirklich ernst meint. Er: „Ja selbstverständlich meine ich das ernst“.» Und so konnte am 3. März 2007 jeder Schierser mitfeiern, inklusive Mittag- und Abendessen.

Gefeiert wurde unter anderem: 50 Jahre Urs Heinz Naegli, die Silberne Hochzeit mit Helene, das 40. publizierte Buch, zehn Jahre leben in Schiers und fünf Jahre UHN-Verlag.

Kommen 10 oder 300?

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Joos Mathis, Schierser Gemeindepräsident: «Ein Einwohner, der die meisten nicht kennt, lädt alle ein. Das muss ein spezieller Einwohner sein, darum sagte ich spontan zu einer Ansprache zu.»
Spannend, denn man musste sich nicht anmelden. Im 2500-Seelenort Schiers ein Risiko; was tun, wenn das halbe Dorf auf der Matte steht? Gastgeberin Helene Naegeli: «Als wir planten, hatten wir keine Ahnung wieviele kommen. Darum mussten wir einen Raum finden, wo es keine Rolle spielt, ob 10 oder 300 Menschen erscheinen.»

Raum fanden Naegelis in der Evangelischen Mittelschule (EMS). Über Hundert Besucher kamen, darunter sowohl Schierser wie auch Autoren, die ihr Buch im Urs-Heinz-Naegeli-Verlag veröffentlichten; wie Daniel Hari, Bundeshausoriginal Jakob Wampfler, Lorenz Schwarz, Fred Grob, Heinz Strupler und andere.

Mut machen

Verschiedene Autoren sprachen über die Zusammenarbeit mit Urs-Heinz Naegeli. Zum Beispiel Jakob Wampfler («Vom Wirtshaus ins Bundeshaus»): «23 Jahre war ich Alkoholiker. Dann wurde ich durch den Glauben frei. Ein Wunder. Darum wollte ich nicht in der Stube hocken bleiben, während die Welt draussen verreckt.» Und so habe er mit Urs-Heinz Naegeli ein Buch geschrieben. «Ich bin froh um Urs-Heinz. Hätte ich es ohne ihn geschrieben, würde das Buch heute von ein paar überdurchschnittlich frommen Grossmüttern beim Tee gelesen.» Aber er wollte die erreichen, die der Alkoholsucht verfallen sind und ihre Sprache sprechen. Das sei mit der Hilfe des Schierser Verlages gelungen. Die Publikationen dieses Verlages würden Mut machen. Wampfler: «Wir brauchen mehr solche Bücher fürs Volk.»

Umrahmt wurde das Programm durch die Tonbildschau von Luciano und Verena Lepre, die 80'000 Kilometer rund um die Welt fuhren sowie durch Alphornbläser Lorenz Schwarz.

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Gastgeberin Helene Naegeli: Seit 25 Jahren mit Urs-Heinz verheiratet – die silberne Hochzeit wurde ebenfalls gefeiert.
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Kurt Beutler schrieb das Buch «Zwischen Bomben und Paradies». Islamkenner Beutler er trat in traditioneller, arabischer Kopfbedeckung auf.
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Nadine Zaugg (rechts) schrieb mit 14 Jahren einen Wild-West-Roman. Hier wird sie von Moderator Andreas Lange ausgefragt.
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Musste dreimal nachfragen ob Urs-Heinz Naegeli wirklich das ganze Dorf einladen wolle: Andreas Lange.
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Auch für Musik war gesorgt, Alphornbläser Lorenz Schwarz mit Frau Andrea.
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Mit Pauken und Trumpeten – oder so ähnlich.

Website: www.uhn.ch

Datum: 06.03.2007

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