Ungarns Präsident fordert:

«Schützt die Christen im Nahen Osten»

Ungarns Regierungschef Viktor Orbàn hat dieser Tage zur Solidarität mit den Christen im Nahen und Mittleren Osten aufgerufen. Sie bräuchten unsere Hilfe. Würde man sie dort vergessen, drohe die Christenverfolgung zu uns zu kommen. Die europäischen «Eliten» wollen die kulturelle und ethnische Identität in Europa verändern, so Orbàn.

Zoom
Viktor Orbàn
Die Christen im Nahen und Mittleren Osten werden durch radikale muslimische Fundamentalisten verfolgt, betonte der ungarische Regierungschef. Orbàn warnte davor, die Wurzeln des Christentums im Nahen Osten zu vergessen. Dies erklärte er bei seinem Auftritt an der ersten Konferenz über Christenverfolgung, zu der seine Regierung in der ungarischen Hauptstadt Budapest lud. Die christlichen Minderheiten im Nahen Osten stünden vor der Gefahr, ausgelöscht zu werden. Es sei bedenklich, wie sehr die europäischen «Eliten» dem Schicksal der orientalischen Christen gleichgültig gegenüber stünden.

Eliten wollen Umvolkung

Der Regierungschef warnt: «Eine Gruppe der europäischen Intellektuellen und führenden Politiker will eine gemischte Gesellschaft erschaffen, die die kulturelle und ethnische Identität des Kontinents sowie den christlichen Hintergrund in nur wenigen Generationen komplett verändern würde.» Er erinnerte daran, dass das Christentum die, global gesehen, zur Zeit am stärksten verfolgte Religion sei und im Nahen Osten Menschen wegen ihres Glaubens getötet werden. Daher sei es für Ungarn wichtig, christlichen Minderheiten vor Ort in ihren Ländern zu helfen.

Ungarn kennt Unterdrückung

Glaubensunterdrückung ist in Ungarn bekannt, hielt Orbàn fest. Man kenne dies noch aus der Sowjetzeit. «Deshalb ist meine Regierung die erste weltweit, die zu einem solchen Treffen lädt und die Unterdrückung von Christen spezifisch ins Zentrum rückt.» Unter anderem helfe seine Regierung dabei mit, im irakischen Erbil eine Schule aufzubauen. Zudem setzte er ein neues Staatssekretariat ein, das unterdrückte Christen unterstützt. Dafür sind drei Millionen Euro reserviert. «Insgesamt werden in 108 Ländern rund 215 Millionen Christen unterdrückt.»

Zum Thema:
Christliche Polizei Vereinigung: Ungarische Delegation auf Gefängnistour in der Schweiz
Als erstes Land der Welt: Ungarn schafft Regierungsstelle für verfolgte Christen
«Auch Jesus war ein Migrant»: Ungarische Christen helfen Flüchtlingen

Datum: 20.10.2017
Autor: Willy Gautschi
Quelle: Livenet / Freie Welt / Evangelical Focus

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um diesen Artikel zu kommentieren.
Anmelden
Mit Facebook anmelden

Publireportage

Täglich inspirierend
Auf Livenet.ch können der Mann und die Frau von nebenan ebenso in einer News-Meldung vorkommen wie der Hollywoodstar. Dieser einzigartige Livenet-Mix ist es, der die Macher wie auch die Leser begeistert.

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Erstaunlicher Fund in Israel
Archäologen in Israel gelang ein Sensationsfund an der Nordgrenze in den Ruinen von Abel Beth Maachah, das in der Bibel mehrfach vorkommt. Es wird...
Ein kleines Dorf
In der laufenden Woche sind 225 Mitglieder der jüdischen «Bnei Menashe»-Gemeinschaft in Israel eingewandert. Ihre Wurzeln gehen zurück auf den...
Landung in Lesotho
Weil die medizinische und geistliche Versorgung im Berggebiet gering ist, steht die «Mission Aviation Fellowship» den Bewohnern bei. Dies in...
Neuer Rekord
Der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) hat im vergangenen Jahr 38,6 Millionen gedruckte und digitale Bibeln verbreitet...

Werbung

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

Livenet Service