Von Haus zu Haus in Vegas

«Herr, wenn du nicht eingreifst, wird dieser Einsatz scheitern»

Eine Gruppe von knapp 60 Jugendlichen hatte sich vorgenommen, die Kasino-Stadt Las Vegas mit dem Evangelium zu erreichen, Haus zu Haus. Womit sie nicht rechneten: Auf ihr Klingeln reagierte kaum jemand; und wenn jemand öffnete, so schickte man sie sofort weg. Der Einsatz drohte zu scheitern – bis sie beteten und Gott baten, die Leitung zu übernehmen.

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Haus-zu-Haus-Einsatz in Las Vegas
Las Vegas, auch als «Sin City», also «Sündenstadt», bekannt, ist wohl einer der zähesten Orte, um mit Menschen über Jesus ins Gespräch zu kommen. Das erlebte auch eine Gruppe Jugendlicher, die mit der Organisation Every Home for Christ (EHC) dort einen Haus-zu-Haus-Einsatz machten. Denn so etwas wurde hier zuvor noch nie durchgeführt.

Erick Todd von EHC berichtet: «Wir überlegten, wie wir unser Land erreichen können. Wir haben die Haus-zu-Haus-Strategie in jedem anderen Land der Welt ausprobiert und sie war sehr erfolgreich, aber hier haben wir es nie durchgeführt. Also wollten wir es ausprobieren, um zu sehen, ob es wirklich funktioniert.»

50 bis 60 Studenten kamen zu dem Einsatz in die Stadt der Kasinos, Bordelle und Hochzeitskapellen. «Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde», berichtet eine Teilnehmerin. «Man sieht es in Filmen, hört davon, aber ich wusste echt nicht, was uns erwartet.» Voller Enthusiasmus und Begeisterung teilten sich die jungen Leute in Zweiergruppen auf, klopften an Türen, klingelten und versuchten, mit Menschen ins Gespräch über Gott und Jesus zu kommen.

«Sie wollten nichts hören…»

Doch die Enttäuschung war gross: «Am ersten Abend gingen wir los und echt, es funktionierte einfach nicht», erzählt Einsatzleiter Erick Todd. «Wir schafften es noch nicht einmal, dass die Leute uns die Tür öffneten oder mit uns redeten. Und wenn sie es doch taten, schickten sie uns sofort wieder weg.» Teilnehmerin Katie Stuva spricht von einer Mauer, die zwischen den Menschen und den Jugendlichen stand. «Das konnte man einfach spüren. In dem Moment, in dem du etwas über Gott, Kirche oder Jesus sagtest, war sofort diese Mauer da, ein Widerstand. Sie wollten nicht hören, was wir zu sagen hatten, und das entmutigte mich und das Team total.»

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Gebet mit einer jungen Frau
In der Verzweiflung wurde klar: Hier hilft nur noch Gebet. Den ganzen Tag über betete das Team für den Einsatz und merkte: Gott ist der einzige, der etwas verändern kann. Erick Todd: «Ich erinnere mich, wie ich am nächsten Morgen einfach sagte: 'Ok, Herr, es geht hier nicht um ein Programm, um Erfolg oder um mich. Wenn du nicht eingreifst, wird das Ganze scheitern!'»

Neue Perspektive und offene Türen

Das Gebet schenkte dem ganzen Team eine neue Perspektive. Die Jugendlichen spürten mit einem Mal eine neue Liebe für die Menschen der Stadt – egal was sie tun oder in was sie verwickelt sind. Und zu dieser Veränderung kam noch etwas anderes hinzu: Am nächsten Tag in einem anderen Stadtteil waren die Menschen mit einem Mal viel offener. Sie öffneten die Tür, liessen sich auf Gespräche mit den Jugendlichen ein und liessen sogar für sich beten – «in dem Moment, in dem wir sagten: Es liegt in deinen Händen, Herr», so ist sich Katie sicher. Als Gott eingriff, wurde der Einsatz doch noch zum Erfolg.

 

Zum Thema:
Sie führt zum ewigen Leben: Die wichtigste Frage
Global Outreach Day: Mexiko: Von Haus zu Haus in der Weltmetropole
Positive Reaktionen: Im längsten Dorf Europas an alle Türen geklopft

Datum: 08.09.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Youtube

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