Gefängnisbrand in Honduras
Häftlinge und Wächter fanden Jesus Christus
In dem honduranischen Gefängnis, das in der Nacht zum Mittwoch abbrannte, befanden sich auch 200 Christen. Die Gefängnisseelsorger schulten sie so, dass sie selbst in der Haftanstalt predigen konnten um nach der Freilassung eigene Gemeinden zu gründen.
Über 360 Tote und 30 Verletzte hinterliess der Brand in einem Gefängnis in Comayagua, Honduras am Dienstagabend (Ortszeit). Die Ursache des Feuers war bei Redaktionsschluss noch unklar. Der Präsident des Landes, Porfirio Lobo, versprach eine lückenfreie und transparente Untersuchung.
In dem Gefängnis, das über 850 Gefangene beherbergte, befanden sich auch etwa 200 Christen. Sie hatten sich durch die Arbeit der Gefängnispastoren während ihrer Haft zum christlichen Glauben gefunden. «Wir wissen, dass unter den Opfern auch einige Christen waren», erklärte der Leiter der Gefängnispastoren in Honduras, Her Chinchilla, gegenüber dem Interportal Mundo Cristiano.
Die Hauptaufgabe der Gefängnisseelsorger sei es nun, sich um die Angehörigen der Opfer zu kümmern. «Wir möchten die Familien trösten und ihnen segensreiche Worte zusprechen. Aber es ist keine einfache Aufgabe. Einige Familien haben nicht genügend Geld, um sich einen Sarg zu kaufen und ihren Ehemann zu beerdigen», so Chinchilla.
Mittlerweile haben fast 70 der gläubigen Gefangenen ihre Strafe abgesessen und sind nun Gemeindeleiter an verschiedenen Orten in Honduras. «Ein Freund von mir war 12 Jahre lang inhaftiert und studierte in dieser Zeit Theologie im Gefängnis. Nachdem er freigelassen wurde, hat er eine christliche Kirche gegründet, die bereits über 400 Mitglieder hat», erzählt Chinchilla.
Auch einige christlichen Kirchen der Umgebung bereiten sich nun vor, um Angehörige zu empfangen und für sie zu beten. Zur Unterstützung der Familien soll eine Gebetswache angeboten werden.
Webseite:
Incendio apocalíptico en penal de la región central de Honduras (in spanischer Sprache)
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Mundo Cristiano


