Protest in Österreich

Katholische Allianz gegen Fortpflanzungsmedizin

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Die mitgliederstärksten Laienorganisationen der katholischen Kirche Österreichs bilden eine breite Allianz gegen das geplante Fortpflanzungsmedizingesetz und reagieren damit auf Pläne der Regierung.

Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ), die Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände (AKV), der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) und die überkonfessionelle «aktion leben» lehnen die geplante Einführung der Eizellspende und der Präimplantationsdiagnostik (PID) entschieden ab. Eine derart weitreichende und umstrittene Thematik dürfe nicht einfach politisch durchgezogen werden, sondern brauche eine breite Befassung der Gesellschaft, so die Initiatoren der neuen Plattform.

Mit dem neuen Gesetz sollen inskünftig auch lesbische Paare zu Kindern kommen. Dazu sollen Eispende und Samenspende ermöglicht werden. Zudem ist auch der Einsatz der Präimplantationsdiagnostik (PID) vorgesehen. Ähnlich wie in der Schweiz argumentieren die Befürworter mit dem «Fortpflanzungstourismus» ins Ausland.

Gesetz für die «Interessen der Kinderwunschkliniken»

Nach Meinung der Organisationen habe die Regierungsvorlage nur geringfügige Änderungen gegenüber dem Gesetzesentwurf gebracht. In den Kernbereichen bleibe das Gesetz hochproblematisch. Die geplante Liberalisierung bediene hauptsächlich die Interessen von Kinderwunschkliniken und lasse die gravierenden Bedenken von Kinder-, Jugend- und Behindertenorganisationen ausser Acht. Die schon jetzt erkennbaren Probleme der Reproduktionsmedizin seien tabuisiert. Von daher brauche es zuerst breite Aufklärung statt dem derzeitigen völlig übereilten Durchpeitschen des Gesetzes durch die Regierung.

Zum Thema:
Wo bleibt hier die Ethik?: Wie das Fortpflanzungsmedizin-Gesetz gegen die Familie eingesetzt werden soll
EVP kündigt Referendum an: «Chromosomen-Sichten ist ethisch problematisch!»
«Keine Selektion!»: EVP ergreift das Referendum gegen PID
Nein zur PID: EMK will Wert des von Gott geschaffenen Lebens schützen
SEA sagt Nein zu PID: Embryo-Tests kosten wertvolle Leben

Datum: 20.12.2014
Quelle: Livenet / Kipa

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