Auszeichnung für Moore

«Moderner Dietrich Bonhoeffer» steht für verfolgte Christen ein

Unerbittlich kämpft Johnnie Moore für verfolgte Christen. Selbstlos recherchierte er im Irak und schlug betreffend dem Islamischen Staat Alarm, ehe dieser im grossen Stil auf dem Radar erschien. Sein Einsatz hat ihm den Beinamen «moderner Dietrich Bonhoeffer» eingebracht. Nun wurde er vom «Simon Wiesenthal Zentrum» geehrt.

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Johnnie Moore
Johnnie Moore setzt sich unermüdlich für verfolgte Christen und religiöse Minderheiten ein. Deshalb hat er nun die renommierte Tapferkeits-Medaille des Simon Wiesenthal Zentrums, der führenden jüdischen Menschenrechtsorganisation, bei deren jährlichem Gala-Dinner erhalten.

Durch seinen unermüdlichen Einsatz wurden tausende Menschen auf dem IS-Territorium gerettet. Schon Anfang 2014 schlug Moore in Washington D.C. auf dem Capitol Hill Alarm wegen der wachsenden Bedrohung durch den Islamischen Staat.

25 Millionen gesammelt

Später reiste er mutig in die Region, um aus erster Hand Berichte von Gläubigen zu dokumentieren, die mit der Gewalt dieser Terrorgruppe konfrontiert worden waren. Durch sein Wirken wurden 25 Millionen US-Dollar humanitäre Hilfe und Soforthilfe für unterdrückte Christen in dieser Region gesammelt. Moore nahm die Auszeichnung im Namen der Pastoren, Priester und Nahost-Christen entgegen, die unter ständiger Verfolgung leben.

«Ich nehme den Preis im Namen jener an, deren Kirchen zu Boden gebrannt wurden. Jeder Mutter und jedes Vaters, deren Kind als Sklave verkauft wurde, jeder der zwei Millionen irakischer und syrischer Christen, die vertrieben worden sind», sagte er bei der Preisverleihung.

Stimme gegen die Intoleranz

Neben Moore wurden auch der verstorbene israelische Staatsmann Shimon Peres und der Soldat Roddie Edmonds aus dem Zweiten Weltkrieg geehrt. Peres erhielt die Tapferkeits-Medaille posthum verliehen. Edmonds war Offizier und Kriegsgefangener, durch dessen Einsatz 200 jüdische Soldaten vor der drohenden Hinrichtung durch Nazis gerettet wurden (Livenet berichtete).

«Ich habe getan, was ich konnte», sagte Johnnie Moore. «Was wäre, wenn wir allen helfen würden, denen wir könnten? Dann würden solche Handlungen der Güte so alltäglich, dass sie nicht mehr zu solchen Ehren führen würden, wie dies heute der Fall ist.» Niemand könne die Welt retten. «Aber wir alle können ein Leben retten.»

Zum Thema:
Unter grosser Gefahr: Kirche kauft Frauen und Kinder von IS frei
Der «jüdische Schindler»: Er rettete 128 Christen und Jesiden aus den Händen der ISIS
Das volle Boot: Wie Bonhoeffer Schweizer Pfarrer zum Widerstand ermutigte

Datum: 21.04.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / CBN

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