Weckruf am Berner Bahnhof

400 Aktivisten setzen ein Zeichen gegen Verfolgung

Mit einem Flashmob im Berner Hauptbahnhof machten Menschen auf die weltweite Christenverfolgung aufmerksam. Daneben wurde mit einer Prozession sowie mehreren Ständen vor der Heiliggeist-Kirche auf die Lage jener hingewiesen, die wegen ihrem Glauben unterdrückt werden. Rund 400 Personen beteiligten sich an den Aktionen.

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Mit einem Flashmob machten 2015 rund 400 Personen in Bern auf die Situation der verfolgten Christen im Nahen Osten aufmerksam.
Ein gellender Pfiff. Rund 400 Menschen mit Handschellen gehen mitten im Berner Hauptbahnhof auf die Knie. Mehrere Minuten verharren sie regungslos in dieser Position, während sich die verblüfften Passanten ihren Weg bahnen. Dann stimmen die Teilnehmer des Flashmobs das Lied «Von guten Mächten wunderbar geborgen» von Dietrich Bonhoeffer an, jenem Pastor, der Widerstand gegen das Nazi-Regime leistete und anschliessend hingerichtet wurde.

Filmblut und Handschellen

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Aus der ganzen Schweiz waren Teilnehmer mit dabei.
Neben dem Flashmob im Bahnhof wurde unter anderem mit einer Prozession durch die Altstadt auf die Lage der Christen im Nahen Osten hingewiesen. Als Rebellen verkleidete Personen geleiteten Gefangene, die mit Handschellen gefesselt waren.

Auf dem Waisenhausplatz waren Stühle aufgestellt, an denen Filmblut klebte, welche eine Folterszene in Ländern ohne Glaubensfreiheit darstellte. Bei beiden Aktionen wurde interessierten Schaulustigen die Lage Glaubensunterdrückter nahegebracht.

Teilnehmer aus der ganzen Schweiz

Während dem Flashmob richtete Stephan Maag, «Fingerprint»-Leiter und Initiant des Events, ein paar Worte an die Passanten: «Mich begeistert, dass in kurzer Zeit mehrere tausend Menschen auf das Anliegen der verfolgten Christen aufmerksam gemacht werden konnten. Für mich stellt sich dabei selbst die Frage, wieviel mir mein Glaube wert ist.»

OK-Präsident Patrick Schäfer: «Als ich die Wetterprognose sah, vermutete ich, dass einige, die sich angemeldet hatten, nicht erscheinen werden. Umso begeisterter war ich, als ich sah, wie viele gekommen waren, um das Anliegen mitzutragen. Menschen aus der ganzen Schweiz und den unterschiedlichsten Denominationen standen für die verfolgten Christen und deren Schicksal ein.»

Linus Pfister, Leiter der «Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit»: «Mehrere Besucher an den Ständen sagten, dass sie die Aktion absolut gut finden und begrüssen, dass es in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Ihnen sei es nicht egal, wie Christen im Nahen Osten verfolgt werden.»

Das arabische «N»

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Ein Mann kniete trotz Regen auf den Boden, um ein Zeichen für verfolgte Christen zu setzen.
Zahlreiche der Aktivisten trugen das arabische «N»-Zeichen auf der Brust. Der IS bringt heute dieses Symbol an Häusern von Christen an, um diese für spätere Angriffe zu kennzeichnen. Dieses Zeichen ist deshalb bei Christen weltweit auch ein Zeichen der Solidarität geworden.

Bewegung wächst

Im vergangenen Jahr wurde erstmals ein solcher Aktionstag durchgeführt. Damals bestand das Organisationskomitee aus «Open Doors» und «Fingerprint». Mit der «HMK – Hilfe für Mensch und Kirche», dem «Netzwerk Bern» sowie der «Schweizerischen Evangelischen Allianz» ist das OK auf fünf Werke angewachsen.

Webseiten:
Offizielle Page von «verfolgung.jetzt»
Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit

Zum Thema:
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Datum: 17.11.2014
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / SEA

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