Schauspieler Liam Neeson

Gott ist in den kleinen Dingen

Er ist ein stiller Star. Völlig ohne Skandale oder viel Rummel um seine Person hat sich Liam Neeson an die Spitze der Hollywoodriege gespielt. Man kennt ihn aus Filmen, wie «Schindlers Liste», «Star Wars» oder «A Million Ways To Die In The West». In einem Interview hat der gebürtige Ire über seine Vorstellungen von Gott gesprochen.
Schauspieler Liam Neeson kennt man aus Filmen wie «Schindlers Liste», «Star Wars» oder «A Million Way To Die In The West»
U2-Frontmann Bono

Im Gespräch mit dem Onlinemagazin «Chrismon» erzählte Liam Neeson, dass er Gott in schlichten Alltagssituationen erkennt: «Ich spüre seine Gegenwart in den kleinen, einfachen Dingen. Wenn du draussen bist und einen Baum siehst, deinen Atem wahrnimmst oder die Sonne. Die kleinen Momente. Das ist so, wie wenn du dich verliebst, dann sind auch alle deine Sinne wach.»

Der Glaube als Hilfe

Weiter fügt der Schauspieler hinzu: «Ob mir dieser Glaube in schwierigen Zeiten hilft? Ja, natürlich. Ich wurde katholisch erzogen, als Kind war ich Messdiener. Je älter ich werde, desto weniger brauche ich es aber, dass mein Glaube auf diese Weise organisiert wird.»

Obwohl Neeson nicht regelmässig Gottesdienste besucht und auch anderen Religionen gegenüber offen ist, zieht es ihn immer wieder zurück zu seinen Wurzeln: «Ich gehe in Kirchen, ich liebe die sakrale Atmosphäre. Dort ist es still und friedlich.»

Auch ein gelegentliches Gespräch mit Gott lässt er sich nicht nehmen. «Natürlich bete ich. Es ist nicht das Erste, was ich morgens tue, und nicht das Letzte am Abend, aber ich bete. Es ist meditativ, es legt Bewusstseinsebenen frei.»

Der katholische Glaube gehört für den Oscar-Gewinner auch zu bestimmten Lebenssituationen. Zum Beispiel wolle er eines Tages auf dem Sterbebett nicht auf christlichen Beistand und einen Segen verzichten. «Ich hatte vor einigen Jahren einen Motorradunfall. Meine Frau wurde angerufen, und man sagte ihr, ich würde die Nacht nicht überleben. Erst später erzählte sie mir davon, und ich warf ihr vor, dass sie keinen Priester geholt hatte. Wenn man fürchtet, dass jemand stirbt, dann holt man einen Priester!»

Als 2009 dann seine Frau an einer Gehirnblutung starb, stand ihm und seinen beiden Söhnen der gläubige U2-Sänger Bono zu Seite. Er habe ihnen Mut gemacht, dass das Leben weiter gehe und auch sie eines Tages wieder glücklich sein könnten.

Datum: 27.08.2014
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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