«Lobfest» in Thun
Jesusfest im Fussballstadion
9550 Plätze bietet das Thuner Lachenstadion. Jeder von ihnen soll besetzt werden, sagt Mitorganisator Walter Bernhard: «Wir dürfen sogar mehr Leute reinlassen, die sich dann auf die Leichtathletikbahn um das Fussballfeld setzen können. Bei einem Fussballspiel wäre das undenkbar.» Bernhard hofft, dass möglichst viele Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.
Die Anwesenden würden kein Fussballspiel sehen, sondern ein «Lobfest», eine «Laudatio» für und an Jesus Christus, miterleben. Das Programm reiche von Alphornbläsern bis zu einer Einlage der Jugendbewegung «Kings Kids».
Unlösbares Problem
Initiator Erich Reber, Leiter der Thuner Freikirche «Seestrasse», sagt: «Wir wollen einzig Jesus ehren. Nichts bitten, nichts verlangen, sondern danken, dass er gelitten hat und dass er auferstanden ist.» Reber hat aber auch ein Problem ausgemacht: «Wie bereitet man für Jesus ein Fest vor, ohne dass er etwas davon merkt?»Immerhin sollen die Besucher ein Geschenk für Jesus mitbringen. Mitarbeiter von vier verschiedenen Werken verteilen die Gaben anschließend an Kranke sowie in Kinderheimen und Gefängnissen im In- und Ausland. *
100'000 handgemachte Einladungen
Die Handzettel, mit denen zum Jesusfest geladen wird, seien handgemacht. Walter Bernhard: «Es ist eine festliche Einladung, wie etwa zu einem Hochzeit. Bei unserem Schreiben wird das Papier gefaltet und auf der Oberseite Herzen ineinandergesteckt.»
Drei Tage lange hätten sich fünfzehn Leute getroffen und die gedruckten Papiere gefaltet. «Das allein war ein tolles Fest.» Einige von ihnen hätten sogar weitere Kisten voll heimgenommen, um dort weiterzufalten.
Gott küsste das Oberland
Thun liegt im Berner Oberland, und diese Gegend rühmt Mitorganisator David Kleist anhand einer Legende: «Als Gott die Welt geschaffen hatte, hielt er sie mit beiden Händen und küsste sie vor Freude. Dort wo er sie küsste, ist heute das Berner Oberland.» Und zurück auf dem Boden der Tatsachen: «Wir wollen danke sagen für seine Gnade, Liebe und Treue und für das, was er ist.»Oder mit den Worten von Hanspeter Nüesch, Leiter von Campus für Christus: «Kein Fussballer, auch kein Starprediger, sondern allein Jesus Christus soll geehrt werden. Ihm wollen wir auf mannigfaltige Art danken. Ihn wollen wir mit Dutzenden von Posaunen und Alphörnern gemeinsam anbeten und ihm Geschenke bringen, und das nicht virtuell, sondern real. Unsere Geschenke werden anschliessend an Bedürftige und an Kinder im Ausland weitergegeben.»
Alle für Einen
Wichtig sei auch, dass das Fest in der Evangelischen Allianz gut verankert sei, sagt Walter Bernhard: «Bei der Veranstaltung Pro Christ haben die verschiedenen Gemeinden bereits gut zusammengearbeitet. Einheit öffnet den Himmel.»
Marc Jost, Präsident der Thuner Allianz sagt, er sei kein Fussball-Muffel. Doch er träume davon, dass Sportstadien «auch zu Gottes Ehre gefüllt werden». Deshalb lädt er ein: «Komm, bring dein Geschenk und deine Freunde mit und feiere mit uns ein Fest für Jesus. Die Geschenke drücken die Liebe zu Gott aus und wir können unseren Mitmenschen dienen.»Und so dürfte während der Fussball-EM in der Schweiz sogar fünf Fussballstadion voll werden: neben Basel, Bern, Genf und Zürich auch das von Thun.
Das Jesusfest steigt am Samstag, 14. Juni, von 10 bis 16 Uhr im Fussballstadion Lachen in Thun. EM-Spiele werden zeitlich übrigens nicht tangiert.
Webseite www.jesusfest.ch
Diese Werke leiten die Geschenke an Bedürftige weiter:
Aktionskomitee für verfolgte Christen (AVC)
Christliche Ost-Mission (COM)
Hilfe für Mensch und Kirche (HMK)
Licht im Osten (LIO)




