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Nach der Scheidung

Wenn Gott eine zweite Chance gibt

Regine und Christoph Schmutz sind beide in ihrer ersten Ehe gescheitert. Im Kurs «lieben – scheitern – leben» konnten sie die Enttäuschung und den Schmerz aufarbeiten. Sie haben erlebt, wie Gott ihnen eine zweite Chance gab.

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Regine und Christoph Schmutz
«Wir alle sind gescheitert - jeder auf seinem Gebiet», sagte Roger Götz von FamilyLife im Livenet-Interview vom 12. Juli 2014. Besonders im Zusammenhang mit Scheidungen sei wichtig, dies im Blick zu halten. Die Scheidung sei zwar eine der gravierendsten Formen von Scheitern, die es im Leben gebe, aber Gott könne eine neue Chance geben, wenn eine Ehe nicht mehr zu retten sei (nachdem wirklich alles unternommen wurde, sie zu retten!).

Durch ein dunkles Tal ... zurück ans Licht

Regine und Christoph Schmutz aus Bowil (Kanton Bern) haben beide eine Scheidung hinter sich. Sie kamen, nachdem alle Rettungsversuche scheiterten, an den Punkt, wo sie einsehen mussten, dass die Ehe als Ganzes gescheitert war. Beide gingen durch ein dunkles Tal. Zuerst sei es ein Schock, wenn man feststellen müsse, dass man es nicht geschafft hat und die Kinder nun in einer kaputten Familie aufwachsen müssen, erzählen die beiden im Gespräch mit Livenet. Doch beide können heute bezeugen, dass es einen Weg zurück ans Licht gibt. Eine grosse Hilfe war ihnen dabei der Kurs «lieben – scheitern – leben» von FamilyLife, den sie in der Vineyard Bern besucht hatten. Hier erzählen Sie, wie Gott ihnen eine zweite Chance gab:

Regine Schmutz (32 Jahre) erzählt:

«Schon während meine Ehe sukzessive am auseinanderbrechen war, öffnete ich mich für den Glauben. An einer christlichen Konferenz entschied ich mich vollends für ein Leben mit Jesus. Doch ich fühlte mich weiterhin schuldig. Gott will doch wiederherstellen und Scheidung passt da überhaupt nicht ins Konzept. Ich konnte mir fast nicht vergeben und hatte auch Mühe, die Ehe loszulassen. Im Kurs 'lieben – scheitern – leben' drehte sich viel darum, die Fehler zu benennen und dann Vergebung zu empfangen. In einem Brief formulierten wir auch, was wir unserem ex-Partner konkret vergeben müssen. Als wir den Brief dann symbolisch verbrannten, war dies eine grosse Erleichterung.

Ich hatte weiterhin Mühe, diese Gnade zu akzeptieren. Immer wieder las ich die Geschichte von der Ehebrecherin, über die sich Jesus erbarmt (Johannes-Evangelium, Kapitel 8, Verse 1-11). Jesus ging zu ihr hinunter und verurteilte sie nicht. Irgendwann konnte ich es dann in meinem Herzen annehmen, dass ich mich nicht mehr selbst verurteilen muss. Von da an ging es aufwärts. Ich konnte mir zu dieser Zeit sehr gut vorstellen, alleine zu bleiben. Gefühlsmässig war Jesus «mein Mann». Doch dann lernte ich Christoph kennen und verliebte mich. Die Folgen der Scheidung muss ich heute immer noch tragen, da wir eine Patchwork-Situation haben, was für die Kinder nicht einfach ist. Doch ich habe ein Ja zu einem Leben, das nicht perfekt ist. Ich will mich freuen an dem, was ich habe. Ich erwarte heute nicht mehr, dass mein Ehemann meine Probleme löst und mich glücklich macht.»

Christoph Schmutz (35 Jahre) erzählt:

«Mit der Gnade hatte ich keine Probleme. Ich habe immer geglaubt, dass Gott mich trotz der Scheidung liebt. Mein Umfeld hat auch sehr gut reagiert. Der Pastor meiner Freikirche sagte, ich solle weiter in die Kirche kommen. Er wolle nicht, dass Menschen ausgegrenzt werden. Ich kann sagen, dass ich tatsächlich nie von jemandem verurteilt wurde. Die Rückendeckung der Kirche gab mir Halt. Der Kurs 'lieben – scheitern – leben' war für mich sehr gut, weil ich da auch anschauen konnte, welche Fehler ich gemacht hatte. So konnte ich falsches Verhalten ans Kreuz bringen und an mir arbeiten. Gleich wie Regine hätte auch ich mir vorstellen können, alleine zu bleiben. Ich hatte ein Ja zum Weg allein. Doch es kam anders und Regine und ich heirateten im Sommer 2013.

Statistisch gesehen scheitern zweite Ehen öfter als erste. Umso mehr wollen wir Sorge tragen zu unserer Beziehung, viel zusammen reden. Wir sagen bewusst oft Danke für das, was der Partner tut. Wir sind dankbar für die zweite Chance, die uns Gott gegeben hat.»

Haben auch Sie eine Trennung oder Scheidung hinter sich und brauchen Unterstützung? Hier geht’s zu den Infos und Kursdaten von «lieben – scheitern – leben».

Zum Thema:
Umgang mit Scheidung: «Wir alle sind gescheitert - jeder auf seinem Gebiet»
«Jahrelang Lügen geglaubt»: USA: Scheidungsrate unter Christen viel tiefer als angenommen
Trennung und Scheidung: Wie reagieren Freunde und Gemeinde?

Datum: 21.07.2014
Autor: Florian Wüthrich
Quelle: Livenet

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