Bedürfnisse klären

Zoff mit den Eltern

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Räum doch mal dein Zimmer auf! Hast du schon für Mathe gelernt? Wie rennst du rum? Heute bist du aber vor zehn zuhause! Eltern können manchmal ganz schön schwierig sein...

Sie mischen sich extrem ins Privatleben ein, wollen wissen, mit wem man abhängt, was man macht und lassen einen nicht mal am Wochenende bis Mittag auspennen. Das kann einem schon ganz schön auf den Keks gehen, vor allem weil man sein Leben selbst unter Kontrolle hat und kein Baby mehr ist.

Türen knallen, Streit, genervt sein, oder einfach abhaun – bringt nichts, ausser schlechter Laune. Einfach brav mitspielen und immer unter dem Pantoffel der Eltern stehen, ist aber auch nicht das Wahre. Man will selbst entscheiden, sein eigenes Leben haben und seinen Spass.

Eltern verstehen

Damit ein Zusammenleben irgendwie klappen kann, ist es gut, wenn man lernt, seine Eltern irgendwie zu verstehen. Nur so findet man Argumente, um auch die eigenen Bedürfnisse zu erklären. In erster Linie meinen es die Eltern nämlich gut mit einem. Sie haben nicht immer Recht, aber man muss ihnen zugestehen, dass sie mehr Lebenserfahrung haben. Auch wenn Eltern sich komisch ausdrücken, eigentlich wollen sie das Beste für einen.

Zum Beispiel müssen sie so dahinter sein, dass man lernt und die Hausaufgaben macht, weil sie einem einen guten Abschluss und eine gute Zukunft sichern wollen. Mütter erinnern einen wahnsinnig gern daran, sich warm genug anzuziehen. Das kann einen auf die Palme bringen, aber eigentlich wollen sie nur nicht, dass man krank wird.

Respekt behalten

Wer früh lernt, Menschen mit Respekt zu behandeln, hat im Leben gewonnen. Auch wenn die Eltern noch so komisch sind, sollte man versuchen, Ihnen mit Respekt zu begegnen. Das heisst nicht, dass man alles gut findet, was sie wollen, aber es geht um den Umgang mit Konflikten. In der Bibel ist „Eltern ehren“ sogar eines der zehn Gebote. Man sieht also, es handelt sich hier um ein uraltes Problem.

Das Interessante ist: Wenn man genau hinschaut, schränken einen die Gebote nicht ein, sondern bringen einen voran und nutzen einen. Sie sind für und nicht gegen den Menschen gemacht. Man kann also nur davon profitieren, wenn man seine Eltern trotz aller Macken respektiert!

Richtig streiten

Streit gehört leider zum Leben und es ist gut, wenn man lernt, wie man richtig streitet. Es gibt einfache Regeln, die immer gelten: versuchen, die Ruhe zu bewahren, den anderen ausreden zu lassen und zuzuhören. Wenn man zu wütend ist, kann man das Gespräch auch verschieben. Wichtig ist nur, dass man darüber spricht, denn runtergeschluckte Probleme fachen die Wut nur noch weiter an.

Und man sollte versuchen dem anderen keine Vorwürfe zu machen, sondern konkrete Wünsche zu äussern. Verallgemeinerungen und Übertreibungen, wie "nie darf ich" oder "immer sagst du", lösen nicht das Problem, sondern heizen den Streit nur noch weiter an.

Bedürfnisse erklären

Eltern haben das Problem, dass sie nicht in einen reinschauen können. Wenn man nur mit Wut und Trotz reagiert, erreicht man nichts. Lieber man erklärt, welche Freiheit man sich wünscht und wo man genug Verantwortung für sich selbst übernehmen kann. Wenn man zum Beispiel aus Trotz später nach Hause kommt als vereinbart, werden sie die Regeln noch strenger machen, weil sie denken, man kann mit der Freiheit nicht umgehen.

Man kann seinen Eltern aber freundlich erklären, dass man laut Jugendschutz mit 16 Jahren bis zwölf Uhr nachts weggehen darf. Und sie fragen, was ihnen Sorgen macht, dass sie das nicht erlauben. Kompromisse finden. Und ohne Streit und Stress sogar irgendwann zu einer coolen Beziehung mit seinen Eltern finden.

Zum Thema:
Das fünfte Gebot: «Du sollst Vater und Mutter ehren»


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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