Archäologe

«Es ist das Grab des Apostels Philippus»

Eine internationale Archäologengruppe will das Grab des Apostels Philippus in der Türkei identifiziert haben. Die Ruhestätte eines der zwölf engsten Jünger Jesu befinde sich in Hierapolis in der Türkei.

Zoom
Hier soll der Apostel Phillippus begraben worden sein.
In den Ruinen des antiken Hierapolis bei Pamukkale im Südwesten des Landes fand ein Team von italienischen, französischen, deutschen und norwegischen Ausgäbern ein römisches Grab aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Es liegt in einer Kirche, über der im 5. Jahrhundert ein zweites Gotteshaus errichtet wurde. Seit jeher schrieb die Tradition dieser Kirche das Philippus-Grab zu, sagte der Leiter der Kampagne, der Archäologe Francesco D’Andria der italienischen Zeitung «Lecce Prima».

Nach jahrelanger Forschung sei nun das Grabmal als Ruhestätte von Philippus identifiziert worden, ist sich D'Andria sicher. In byzantinischer Zeit sei das Grab von seinem ursprünglichen Ort in eine Kirche verlegt worden. Deren Reste habe man gefunden, so der Archäologe. Er sprach von einem wichtigen Fund für die Christenheit.

«Etliche Griechen gewonnen»

D'Andria verweist auf Inschriften in der Kirche von Hierapolis sowie auf spätere Quellen, nach denen Philippus mit zwei Töchtern um das Jahr 80 herum den Märtyrertod am Kreuz gefunden haben soll.

Vorher soll Philippus in Kleinasien. Missioniert haben. Dazu passt die Information des Johannes-Evangeliums, dass Philippus es war, der nach Jesu Einzug in Jerusalem «etliche Griechen» zu Jesus führte.

Es gibt kaum Berichte über sein späteres Leben. Eine Quelle behauptet er habe gemeinsam mit dem Apostel Andreas in den Gebieten am Schwarzen Meer gewirkt. Über sein Ende steht geschichtlich nichts Gesichertes fest, ausser einer Bemerkung von Eusebius von Caesarea, der sich auf Bischof Polykrates von Ephesus beruft – er soll in Hierapolis gestorben sein.

Philippus gehört zu berühmten Stichwortgebern der Bibel: «Herr, zeige uns den Vater», lässt der Evangelist Johannes den Philippus am Ende des Abendmals sagen. «Du kennst mich nicht, Philippus?», antwortet Jesus.

«Wer mich sieht, der sieht den Vater!» Philippus wird vom Apostel Johannes als Jünger beschrieben, der nicht immer alles verstand, aber auf Jesus vertraute und als Apostel Menschen zum Glauben brachte.

Lesen Sie auch:
Biografie von Jesus

Webseite:
Downloads biblische Archäologie

Datum: 09.02.2012
Quelle: Livenet / Kipa

Anzeige

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Verbindlichkeit
Jeder Mensch behauptet von sich selbst, er sei verbindlich. Doch beim Nachprüfen bemerkt er, dass das vielleicht gar nicht stimmt.
Netzwerk christlicher Cafés
Christliche Cafés versuchen, den «kulturellen Graben» zwischen Kirche und dem heutigen Lebensstil zu überbrücken. Dieser neue Trend stellt eine Form...
Boykotte
Gleich mehrere Grossanlässe werden in Ländern durchgeführt, welche Menschenrechte und Glaubensfreiheit mit Füssen treten. Sollen Politiker mit...
Paddy Kelly nach Selbstmordabsicht
Der Pop-Musiker und Teenie-Star Paddy Kelly hat in seiner Karriere viele Höhepunkte erlebt. Doch in einem Interview bekannte Kelly, dass er sich 1999...

Werbung

Adressen

CGS ECS ICS

Werbung

VERANSTALTUNGEN

27. Mai, 19.30Uhr in Suhr
lebe deine Berufung – mach einen Unterschied in dieser Welt!
17. Juni 2012, 10 Uhr in Bad-Zurzach