Jesus und Thomas

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Nun ist Thomas mit auf dem Dampfer, der in nächster Zukunft Fahrt aufnehmen wird.
Er schüttelt den Kopf. Nein, Jesus kann das nicht gewesen sein. „Ihr habt euch in seiner Erscheinung getäuscht", sagt Thomas zu seinen Freunden. Er war weg, als Jesus am Osterabend durch die verschlossene Tür zu ihnen kam, mit ihnen sprach, Fisch ass - und so bleibt er skeptisch. Wie hätte das gehen sollen? Er hält sich an die Fakten: Der Meister starb und ist tot.

Die anderen zehn Jünger, die wie Thomas die letzten Jahre mit Jesus durchs Land zogen, halten ihm entgegen: „Wir haben den Herrn gesehen!" Sie können ihn nicht überzeugen. Und man muss zugeben: Thomas hat die ganze Erfahrung der Weltgeschichte auf seiner Seite. Der Tod ist endgültig. Ja, Jesus hat einzelne Menschen zurückgeholt ins Leben; das war super. Aber nun - er selbst tot und wieder lebendig? Thomas bleibt auf seinem Standpunkt. Wenn er nicht selbst die durchbohrten Hände sehen und die vom Speer verwundete Seite betasten könne, glaube er es nicht.

Acht Tage nach Ostern sind sie wieder versammelt. Thomas ist dabei. Jesus tritt in ihre Mitte - trotz verschlossenen Türen - und wünscht ihnen Frieden. Nun ist Thomas dran. „Leg deinen Finger hierher", sagt ihm Jesus, „und schau meine Hände an, und streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite - und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!"

Thomas tut es. Er betastet die Stellen am Leib von Jesus, innerlich bewegt, zitternd - und dann bekennt er: „Mein Herr und mein Gott!" Der Auferstandene hat ihn aus dem Abgrund des Zweifels gezogen. Er glaubt und drückt aus, dass Jesus nun, mit diesem Leib, dieser übernatürlichen Seinsweise, zu Gott gehört. Der Auferstandene freut sich darüber, mahnt aber: „Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Selig, die nicht mehr sehen und doch glauben!"

Nun ist Thomas mit auf dem Dampfer, der in nächster Zukunft Fahrt aufnehmen wird. Sobald Jesus wie versprochen den Heiligen Geist sendet.

Die Bibel, Evangelium nach Johannes, Kapitel 20, Verse 24-29

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Quelle: Jesus.ch

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