Jesus und Maria Magdalena

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Maria Magdalena weint.
Maria Magdalena weint. Das Grab ist leer. Mit ihren Freundinnen wollte sie den Leichnam von Jesus salben. Doch er ist nicht mehr da. Zwei eigenartige Gestalten sitzen dort, wo er lag. Wer hat ihren verehrten Freund, der sie von Dämonen befreite, weggenommen??

Da ist noch jemand. Durch den Tränenschleier erkennt sie den Mann nicht, der sie anspricht: „Was weinst du? Wen suchst du?" Es wird der Gärtner sein, sinnt sie verstört und bittet ihn, ihr zu sagen, wo er den Leichnam hingelegt hat. Da nennt er ihren Namen: „Maria" - und sie weiss mit einem Schlag, wer neben ihr steht: Jesus - - - er lebt!!

„Rabbuni!" ruft sie aus, das hebräische Wort voll Liebe und Verehrung, „Meister!" Ja, er ist es! Sie möchte zu ihm springen, ihn umfassen, festhalten, bei ihm sein, jetzt, nach dem traumatischen Karfreitag, der sie trennte.

Nein. Jesus wehrt ihrem Sehnen: „Fass mich nicht an!" Und er erklärt: „Noch bin ich nicht hinaufgegangen zum Vater." Er steht vor ihr, doch sein Platz ist im Himmel beim Vater, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Jesus hat noch die Stimme und die Gestalt, die ihr vertraut ist, doch sein Leben stammt von oben. Hier hält es ihn nicht.

Maria Magdalena ist die erste, der Jesus an diesem Morgen erscheint. „Geh zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott."

Wort für Wort spricht sie diesen Satz nach, versucht ihn zu begreifen, wie sie vom Grabfelsen weg in die Stadt geht, taumelnd noch, die Tränen abwischend, die Augen reibend. Er ist ihr begegnet, hat zu ihr gesprochen - er lebt!!

Die Bibel, Evangelium nach Johannes, Kapitel 20, Verse 11-18

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Quelle: Jesus.ch

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