Muslime distanzieren sich von Gewalt

Baden. Ein deutliches und starkes Zeichen: An einer Kundgebung in Baden haben rund 300 Aargauer Musliminnen und Muslime öffentlich klar gemacht, dass sie jede Form von Gewalt und Terror ablehnen und sich für ein friedliches und demokratisches Zusammenleben einsetzen. Die Friedenskundgebung wollte auch der "stummen Mehrheit" eine Stimme geben und "im Namen der im Aargau lebenden Muslime" sich öffentlich zu Wort melden, wie es einleitend hiess.

Als ein Zeichen für Frieden und Freundschaft wurde vor der Veranstaltung den Passanten am Bahnhofplatz eine Rose überreicht. Trotz des unfreundlichen Wetters nahmen gut 300 Musliminnen und Muslime an der Kundgebung teil. Beim einsetzenden Schneetreiben wurde den Muslimen die reformierte Stadtkirche als Kundgebungsort zur Verfügung gestellt.

Es sei ein Missbrauch der Religion, im Namen des Islam Terror und Gewalt zu verüben, betonte der Muslim Abdulmalik Allawala in seiner Ansprache. "Wir im Aargau lebende Muslime lehnen jede Form von Terror und Gewalt ab. Und wir dulden keine Terroristen in unseren Reihen."

Organisiert wurde die Friedenskundgebung vom Verband der Aargauer Muslime (VAM). Der Verband wurde im März 2004 gegründet.

Datum: 16.03.2005
Quelle: Kipa